Älteren im Alltag helfen

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Der Landkreis Gifhorn soll ein Seniorenservicebüro erhalten, wo sich ältere Menschen informieren können und beraten werden. So können sie unabhängig und selbstständig leben.

Gifhorn. Der Landkreis Gifhorn erhält ein Seniorenservicebüro. Diese positive Nachricht bekam der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Nerlich aus dem niedersächsischen Sozialministerium.

Wie kann ich meine Wohnung den veränderten Bedürfnissen im Alter anpassen? Wer hilft mit bei kleineren Reparaturen im Haushalt? Wo kann ich mich ehrenamtlich engagieren? Solche und ähnliche Fragen älterer Menschen beantworten die vom Land geförderten Seniorenservicebüros. Auch im Landkreis Gifhorn wird nun in diesem Jahr ein solches Seniorenservicebüros an den Start gehen.

„Ich möchte, dass ältere Menschen so lange wie möglich unabhängig und selbstständig leben. Dabei helfen und beraten Seniorenservicebüros“, so Nerlich. Niedersachsen fördere als erstes Flächenland den Aufbau dieses landesweiten Netzwerks von ehrenamtlichen, nachbarschaftlichen und professionellen Anbietern, betonte der CDU-Politiker.

Träger des Seniorenservicebüros soll der Landkreis Gifhorn sein, der bereits den DRK-Kreisverband Gifhorn mit der Organisation und Abwicklung des Büros betraut hat. Dort wird es von der Seniorenbegleitung bis zum Freiwilligen Jahr für Seniorinnen und Senioren alles wohnortnah und aus einer Hand geben. Als weiterer Baustein ist die Wohnberatung vorgesehen. Auch Anbieter von Beratungs- und Unterstützungsleistungen sind bei den Seniorenservicebüros willkommen. Diese erhalten jeweils für vier Jahre bis zu 40 000 Euro jährlich. Für die Qualifizierung von Interessierten für die Seniorenbegleitung stehen für jedes Büro zusätzlich 6000 Euro im Jahr bereit, freut sich Nerlich.

„Nachdem es einen Kreistagsbeschluss gab, haben wir vor drei Jahren beim Land einen Antrag gestellt und ein umfassendes Konzept vorgelegt. Bislang hat das Land allerdings Städte und Landkreise bedacht, wo mehr ältere Menschen leben, als im Kreis Gifhorn“, erläutert DRK-Geschäftsführer Alexander Michel. Angedacht war, mit dem Seniorenservicebüro ein Pendant zum Familienservicebüro zu schaffen. Das, was bisher auf junge Familien ausgerichtet ist, soll nun auch für Senioren aufgenommen werden und ihnen Beratung, Unterstützung und Hilfestellung bieten. „Wir sehen darin mehr als nur den Bereich Pflege“, sagt Michel im IK-Gespräch. Räumlich sei man gewappnet, nun geht es an die Umsetzung, wobei Michel zunächst auf die offizielle Bestätigung des Antrags wartet.

Von Carola Peiser

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