Empfang der Diakonie / Kästorfer Baustein für Landrätin und Superintendenten

Abschied schwingt mit

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Das war’s: Hans-Peter Hoppe, Geschäftsführer der Diakonie Kästorf, wünschte gestern beim Diakonie-Empfang das letzte Mal ein glückliches neues Jahr in seiner Leitungsfunktion. Foto: Schopp

Gifhorn. Das große Wort „Ur-Erlebnis“ bemühte Hans-Peter Hoppe, Geschäftsführer der Diakonie Kästorf, am Freitag beim Neujahrsempfang der Diakonie. Der Brand der Fertigungshallen in der vergangenen Woche bewegt Hoppe weiter.

Aber der Mann wäre nicht Pastor, wenn er aus solchen Katastrophen nicht auch Positives gewinnen könnte. „Man rückt zusammen, wenn die Elemente zuschlagen“, sagte er und bedankte sich auch bei der Lebenshilfe, die spontan half.

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Tief beeindruckt sei er in der Brandnacht gewesen, wie die „jungen Feuerwehrleute voller Adrenalin“ zu Werke gegangen seien und die älteren Kollegen „mit ihrer Erfahrung alles in die richtigen Bahnen gelenkt hätten“. Und der Jugend riet er: „Wer Adrenalin braucht, der geht in die Feuerwehr.“ Dann könne man sich den Besuch neumodischer Events sparen, sagte der Geistliche. „Runter vom Sofa. In der Feuerwehr könnt Ihr zu Helden werden“, rief er den rund 400 Besuchern in der Gifhorner Stadthalle zu.

Hoppe zog gestern Morgen eine Bilanz seiner Arbeit als Geschäftsführer der Diakonie Kästorf. Im September geht er in den Ruhestand. „Die Diakonie versteht sich als Anwalt des Einzelnen.“ Er stehe im Vordergrund, sei es gegenüber wirtschaftlichen oder politischen Interessen.“ Aufgabe der Diakonie sei auch der Spagat zwischen der indivudellen Hilfe und dem, was die Gesellschaft als Ganzes für einzelne Hilfebedürftige leisten könne. Darin sieht er die Zukunft der Diakonie Kästorf und ihrer 2500 Mitarbeiter.

Aber der Geschäftsführer mahnte aber auch: „Trotz der guten wirtschaftlichen Lage dürfen wir die Gruppe von langzeitarbeitslosen Menschen nicht aus den Augen verlieren.“ Die gerate schnell in Vergessenheit.

Theologe Hoppe wurde 2002 Vorstand der Diakonischen Heime Kästorf. Seit 2009 hat er mit Vorstandskollegen Jens Rannenberg den Zusammenschluss der Diakonie Kästorf und der Stiftung Wohnen und Beraten Braunschweig mit dem Stephansstift Hannover zur Dachstiftung Diakonie gemanagt. Bei seinen vielen besuchen habe er eine enge Verbundenheit mit den Einrichtungen entwickelt.

Schließlich ehrte Hans-Peter Hoppe Gifhorns Superintendenten Michael Thiel und Landrätin Marion Lau mit dem Kästorfer Baustein für ihr soziales Engagemnt. Thiel wird Direktor des evangelisch-lutherischen Missionswerks Niedersachsen. Marion Lau gibt im November das Landrats-Amt ab. Ihren Preis nahm Kreisrat Rolf Amelsberg stellvertertend entgegen. Marion Lau ist erkrankt.

Von Jens Schopp

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