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Abfallpauschalen im Kreis: Ausschuss ist für nur wenige Änderungen

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Von: Burkhard Ohse

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Die Abfallgebühren sollen im kommenden Jahr fast nicht verändert werden, empfahl der Umweltausschuss. Torsten Möllenbernd (r.) erläuterte die Veränderungen.
Die Abfallgebühren sollen im kommenden Jahr fast nicht verändert werden, empfahl der Umweltausschuss. Torsten Möllenbernd (r.) erläuterte die Veränderungen. © Ohse, Burkhard

Landkreis Gifhorn – Die Abfallgebühren sollen im kommenden Jahr nicht verändert werden. Das empfahl jetzt der Kreisausschuss für Umwelt, Bau, Energie und Regionalplanung. Ausgenommen sind dabei die Pauschalgebühren bei der Abnahme von Altfenstern und Altholz sowie bei Altreifen bei Anlieferungen auf den Entsorgungsanlagen Wesendorf und Ausbüttel.

Die Größe der angelieferten Fenster schwankt und kann sowohl deutlich weniger als ein Quadratmeter betragen oder auch ein Vielfaches davon, heißt es in der Vorlage. Daher sei mit der Größe als alleiniger Berechnungsgrundlage eine „gerechtere Basis“ gefunden worden. Eine Konstante bei dieser Betrachtung sei das Flächengewicht anstelle der Stückzahl. Musste man bisher 5 Euro für ein Fenster bis zu einer Rahmenmaßgröße von zwei Quadratmetern entrichten (10 Euro ab zwei Quadratmetern) und 178 Euro pro Tonne ab 200 Kilogramm, so kostet die Entsorgung ab dem kommenden Jahr 4 Euro pro angefangenem Quadratmeter. Bei mehr als vier Quadratmetern oder mehr als 100 Kilogramm sollen 178 Euro gezahlt werden müssen.

Für Pkw- oder Kradreifen beispielsweise, deren Entsorgung bisher 6 Euro pro Stück bei einer Menge von bis zu acht Reifen kostete, fallen künftig bei einer Menge von bis zu fünf Reifen ohne Felge 2,50, mit Felge 5 Euro an.

Die Kreisverwaltung erwartet, dass die Überschüsse aus den Gebühreneinnahmen der vergangenen Jahre, die im Jahr 2021 zu Gebührensenkungen geführt hatten, die Verteuerungen im kommenden Jahr abfangen werden.

Positiver Jahresabschluss wird erwartet

Eine positive Meldung gab es von einer anderen Abfallfahrt. Eine zusätzliche Stützung des Abfallgebührenhaushaltes in diesem Jahr gibt es durch „unerwartet deutlich“ gestiegene Erlöse bei der Vermarktung von Altpapier. Laut Torsten Möllenbernd vom Fachbereich Umwelt sind statt erwarteter 300 000 Euro aufgrund von Preissteigerungen mehr als eine Million Euro in diesem Jahr erlöst worden, sodass 2022 einen positiven Jahresabschluss erwarten lasse. Damit können die zu erwartenden Mehrausgaben für die Abfallbewirtschaftung voraussichtlich ausgeglichen werden, sagte Möllenbernd. Im noch laufenden Jahr habe es im Bereich der Abfallbehälter „marginale Steigerungen“ bei der Inanspruchnahme aller zur Verfügung gestellten Behälter gegeben.

Im Vergleich September 2021 mit September 2022 erhöhte sich die Behälteranzahl bei dem System Graue Tonne um 1,2 Prozent (760 Stück), bei der Braunen Tonne um 2,4 Prozent (720 Stück) und bei der Blauen Tonne ebenfalls um 1,2 Prozent (800 Stück).

Mit der nun empfohlenen Gebührenordnung können die entstehenden Aufwendungen für die Abfallbewirtschaftung im nächsten Jahr durch die zu erzielenden Gebühren und Erlöse gedeckt werden, so die Prognose.

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