NABU in Leiferde: Kinder zeigen großes Interesse an Vielfalt der Tierarten

4500 Gäste bei Storchenfest

+
Das Storchenfest beim NABU in Leiferde lockte gestern wieder tausende Besucher an. Die ersten der 4500 Gäste trafen schon eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung ein. 

Leiferde. Das Storchenfest des NABU in Leiferde gehört anscheinend zu den ersten Ausflugszielen von Familien mit Kindern gegen Ende April. Denn dort sorgte gestern ein vielfältiges Angebot für einen langen Nachmittag.

Bereits um 10 Uhr trafen die ersten von insgesamt 4500 Besuchern ein, obwohl als offizieller Beginn 11 Uhr angekündigt worden war. Schnell war der Parkplatz am Artenschutzzentrum gefüllt. Die vielen Autos parkten entlang der Straße in Leiferde bis in das Viehmoor hinein, um möglichst nah an den Veranstaltungsort heranzukommen. Für Radfahrer gab es sogar ein kostenloses alkoholfreies Getränk zur Begrüßung.

Eines der fünf Storchennester auf dem Gelände, die derzeit besetzt sind. Für Mitte Mai wird der Nachwuchs erwartet.

Die Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums, Bärbel Rogoschik, dankte allen Mitarbeitern für ihren Einsatz, denn ohne sie könne das Fest gar nicht stattfinden. Diese führten die Besucher durch das Artenschutzzentrum mit seinen rund 450 Tieren, die derzeit in Volieren, im Haus selbst in Terrarien oder auf dem Gelände leben. Fünf Storchennester sind besetzt, in denen vier Brutpaare bis Mitte Mai auf den Nachwuchs warten. „Ein Storchenpaar befindet sich noch in der Findungsphase“, so Rogoschik, die auch in diesem Fall auf Nachwuchs hofft.

Storch Fridolin, der täglich über eine Videokamera im Internet zu sehen ist, wurde von seiner Gefährtin Friederike verlassen. Er hat aber mit seiner neuen Freundin Mai aus Dänemark schnell Ersatz gefunden. Beide brüten nunmehr ihre Eier aus. So konnten alle live beobachten, wie sich die Paare ihre Arbeit ohne Menschenscheu im Nest teilten.

Etwas nervöser waren da schon die Mäusebussarde, Turmfalken, Papageien und Eulen, die diesen Ansturm einmal im Jahr erleben. Einen Naturkundeunterricht der anderen Art erlebten die vielen Kinder am Stand der Kreisjägerschaft Gifhorn. Johann Kepper hatte viele ausgestopfte Tiere aus Feld, Wald und Flur mitgebracht, die es zu erkennen galt. Da war sogar Anfassen und Streicheln erlaubt.

An anderen Ständen konnten viele Infos über Bienen, Hornissen und Wespen gesammelt werden. Wer Lust hatte, baute sogar Nistkästen mit Hammer, Nagel und Säge. Der große Renner war zweifellos wieder die Aktion „Ein Tuch für Tiere“. Es wurden viele Tücher abgegeben, die zu einem guten Zweck verkauft wurden.

Zudem gab es noch jede Menge Stände, die Informationen über Flora und Fauna zur Verfügung stellten.

Verkauft wurden vom NABU auch unzählige Lose aus der Tombola, die Gewinne bis zum Hauptpreis, einem nagelneuen Fahrrad, ausschüttete. Für die ganz Kleinen sorgte eine große Giraffen-Hüpfburg für Abwechslung. Daneben die Freiwillige Feuerwehr Leiferde, die nicht nur ein großes Einsatzfahrzeug ausgestellt hatte, sondern auch dem Nachwuchs den Umgang mit einer Spritze auf lustige Ziele ermöglichte. Die Feuerwehr übernahm auch die Parkplatzeinweisung und Überwachung.

Von Siegfried Glasow

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare