Im Kreis Gifhorn drohen Staus: Viele Bundes- und Landesstraßen werden saniert

2012 – ein Baustellenjahr

Ab Sommer wird die Ortsdurchfahrt Sprakensehl erneuert – eines 20 Straßenbauprojekten, die 2012 kreisweit geplant sind. wm

Landkreis Gifhorn. Autofahrer im Kreis Gifhorn müssen in diesem Jahr Geduld mitbringen, denn auf vielen Straßen drohen Verkehrsbehinderungen und Staus an Baustellen.

Die Wolfenbütteler Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wird voraussichtlich zwischen Juni und Oktober an insgesamt 20 Stellen im Kreisgebiet die Fahrbahnen von Bundes- und Landesstraßen sanieren oder erneuern. Dabei seien jeweils mehrtägige bis mehrwöchige Sperrungen zu erwarten, erklärt der stellvertretende Behördenleiter Michael Peuke auf IK-Anfrage.

„Das Bauprogramm hat ein Gesamtvolumen von 4,6 Millionen Euro“, sagt er. Davon entfallen 3,3 Millionen Euro auf Bundes- und der Rest auf Landesstraßen. Je nach ihrem Zustand werden die Fahrbahnen auf zwei verschiedene Arten erneuert. Bei der Oberflächenbehandlung spritzen die Arbeiter der Straßenmeistereien mit einer Spezialmaschine eine Bitumen-Emulsion auf den Asphalt und füllen damit Löcher und Risse. „Das dauert etwa zwei bis drei Tage“, sagt Peuke.

Aufwändiger ist hingegen die Decken-Erneuerung, bei der die obere Schicht der alten Fahrbahn herausgefräst und darauf Asphalt-Mischgut aufgetragen wird. Die Dauer dieser Arbeiten ist sehr unterschiedlich. „Das kann nach ein oder zwei Wochen beendet sein. Wenn aber auch die Gosse erneuert werden muss, dauert das schon mal vier Wochen“, weiß Peuke. Wenn möglich, will die Behörde die betreffenden Abschnitte voll sperren und Umleitungen ausweisen. Aber es sind auch halbseitige Baustellen denkbar, bei denen der Verkehr mit Ampeln vorbeigeführt wird.

Begonnen hat das Programm mit dem Radweg zwischen Ehra und Voitze, der bereits seit 2011 gebaut wird. Voraussichtlich ab Juni soll es auf der B 4 in der Ortsdurchfahrt von Sprakensehl weitergehen. Dort wird die Fahrbahndecke erneuert, zudem entstehen ein kombinierter Geh- und Radweg sowie drei Querungshilfen (das IK berichtete). Dieses Projekt wird von allen am längsten dauern. „Damit werden wir erst 2013 fertig sein“, kündigt Peuke an.

Auf zwei weiteren Abschnitten der B 4 werden ebenfalls die Decken erneuert: zwischen dem Großen Kain und Groß Oesingen sowie zwischen Wagenhoff und der Einmündung der L 284 westlich von Wesendorf.

Auch auf dem Weg nach Wittingen wird die Geduld der Pendler auf die Probe gestellt. So erhält die L 286 zwischen Knesebeck und der Brauereistadt eine neue Fahrbahndecke. Oberflächenbehandlungen sind auf der L 288 zwischen Teschendorf und Ohrdorf sowie auf der L 248 zwischen Voitze und Brome geplant. Und auch in Gifhorn drohen Verkehrsbehinderungen: Zwischen Christinenstift- und Dragenkreuzung wird die Fahrbahn erneuert. Zudem plant die Behörde ein Dutzend weiterer Straßensanierungen im Gifhorner Südkreis.

Von Bernd Schossadowski

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