Flammen im Mehrfamilienhaus: 43-Jähriger verletzt

200 000 Euro Schaden bei Feuer in Kästorf

Per Drehleiter mussten die Einsatzkräfte gegen die Flammen vorgehen.
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Per Drehleiter mussten die Einsatzkräfte gegen die Flammen vorgehen.

bb Gifhorn. Der 43-jährige Bewohner einer Dachgeschosswohnung im Gifhorner Ortsteil Kästorf erlitt am frühen Donnerstagmorgen bei einem Gebäudebrand Brandverletzungen und eine Rauchgasvergiftung.

Der Schaden an dem Mehrfamilienhaus wird von der Polizei auf 200 000 Euro beziffert.

Als um 2.02 Uhr die Meldeempfänger (Pieper) die Gifhorner Feuerwehrleute zum Einsatz riefen, dachten viele zunächst an die Mülltonnenbrände der vorletzten Nacht. Die Meldung lautete aber: Gebäudebrand am Wilscher Weg. Nach wenigen Minuten dann eine Korrektur: Einsatzort Ortsteil Kästorf, Wilscher Straße. Die Feuerwehr wurde umgeleitet, genau wie die Rettungswagen und die Polizei. Die Feuerwehr Kästorf wurde daraufhin – 12 Minuten später – auch alarmiert. Der Einsatzort liegt nur wenige hundert Meter vom Feuerwehrhaus entfernt.

Beim Eintreffen brannte das Dachgeschoss bereits, die Flammen schlugen aus den Fenstern. Der Brandmeister vom Dienst, Matthias Küllmer, setzte zwei Trupps unter Atemschutz im Dachgeschoss ein. Per Drehleiter wurde von oben gelöscht. Nach 45 Minuten war der Brand unter Kontrolle, eine Ausbreitung des Feuers auf den Rest des Gebäudes wurde verhindert. Nach 90 Minuten war der Brand nahezu gelöscht. Gifhorn war mit 46 Leuten im Einsatz, Kästorf mit 19. Die Polizei nahm umgehend die Ermittlungen auf. Die Brandursache ist noch unbekannt.

Sicher ist nach Polizeiangaben, dass der Brand in der Küche der Wohnung des 43-Jährigen ausgebrochen ist. Er war durch die Hitze aufgewacht und hatte andere Hausbewohner gewarnt, einige wurden auch von der Polizei geweckt. Alle konnten ihre Wohnungen verlassen. Der 43-Jährige kam ins Krankenhaus und wurde dann nach Hannover verlegt.

Die Schnell-Einsatz-Gruppe des DRK wurde kurz nach der Feuerwehr alarmiert, zur Betreuung der Bewohner, die ihr Haus verlassen mussten. Einsatzleiter Horst Kraemer war mit 11 Helfern vor Ort, die auch ein Zelt als Regenschutz aufbauten.

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