Christoph 4 ist an der Medizinischen Hochschule Hannover stationiert und fliegt auch in den Landkreis

1600 Rettungsflüge mit Pilot aus Gifhorn

Der Rettungshubschrauber Christoph 4 stieg im letzten Jahr 1600 Mal in die Luft, um Leben zu retten.
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Der Rettungshubschrauber Christoph 4 stieg im letzten Jahr 1600 Mal in die Luft, um Leben zu retten.

Hannover. Der Rettungshubschrauber Christoph 4 stieg im letzten Jahr 1600 Mal in die Luft, um Leben zu retten und verzeichnet somit einen leichten Anstieg der Einsätze gegenüber 2012 (1568 Einsätze).

Die Besatzung kümmerte sich vor allem um die Versorgung von internistischen und neurologischen Notfällen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle, Traumaverletzungen durch Verkehrsunfälle sowie Arbeitsunfälle und Kindernotfälle.

Der an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) stationierte Christoph 4 fliegt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 257 Kilometern pro Stunde in die Region und Stadt Hannover sowie in die Landkreise Celle, Gifhorn, Hameln, Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Schaumburg und Soltau-Fallingbostel. Von Sonnenaufgang bis -untergang ist der Hubschrauber einsatzbereit.

Die längste Entfernung, die der Christoph 4 letztes Jahr zurücklegen musste, war eine Flugstrecke von 80 Kilometern. Die Crew hatte ursprünglich einen Einsatz in der Nähe von Gifhorn. Auf dem Rückweg nach Hannover wurde das Team alarmiert und musste zu einem Unfall mit einem Mountainbiker nahe Bielefeld fliegen. Der Verletzte wurde mit einem Wirbelsäulentrauma in das evangelische Krankenhaus in Bielefeld gebracht.

Eine besonders dramatische Geschichte, die ein wahres Happy End hatte, weiß auch Volker Hubrich, Leitender Johanniter-Rettungsassistent des Christoph 4, zu erzählen: „Am 11. April wurden wir zu einem Verkehrsunfall nach Bisperode gerufen. Ein 20-Jähriger hatte dabei so schwere Verletzungen erlitten, dass er bei unserem Eintreffen bereits klinisch tot war. Es gelang uns aber, die massiven Blutungen zu stoppen und den jungen Mann wiederzubeleben. Danach konnten wir ihn in die Medizinische Hochschule transportieren.“

Betreiber und verantwortlich für den Dienstbetrieb des Rettungshubschraubers ist die Johanniter-Unfall-Hilfe im Landesverband Niedersachsen/Bremen. Die Crew besteht aus einem Piloten der Bundespolizei (Fliegerstaffel Nord, Stützpunkt Gifhorn) sowie einem speziell ausgebildeten Rettungsassistenten der Johanniter-Unfall-Hilfe und einem Notarzt der Unfallchirurgie der MHH. Der Luftrettungsstützpunkt in Hannover ist seit 2004 nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert.

Bei seiner Indienstnahme vor über 40 Jahren durch den damaligen Innenminister Hans-Dietrich Genscher war Christoph 4 einer der ersten Rettungshubschrauber in Deutschland – heute gibt es bundesweit 52 zur Primärrettung.

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