Beim Urnengang am 20. Januar gibt es kreisweit insgesamt 209 Wahllokale

148 000 Wähler sind gefragt

Bei der Landtagswahl am Sonntag kommender Woche können etwa 70 000 Bürger im Wahlkreis Gifhorn-Nord/Wolfsburg ihre Stimme angeben, im Wahlkreis Gifhorn-Süd sind es rund 78 000. Die Wahllokale haben von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Foto: dpa

Landkreis Gifhorn. Nur noch acht Tage sind es bis zur niedersächsischen Landtagswahl – und die wird äußerst spannend. Denn für den Urnengang am Sonntag, 20.

Januar, zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ministerpräsident David McAllister (CDU) und dem SPD-Spitzenkandidaten Stephan Weil ab. Nach aktuellen Umfragen liegen die schwarz-gelbe Regierungskoalition und die rot-grüne Oppositon fast gleichauf.

Auch im Landkreis Gifhorn fiebern die Kandidaten der Landtagswahl entgegen. Hier ruft Kreisrat Detlev Loos in seiner Eigenschaft als Kreiswahlleiter alle wahlberechtigten Bürger dazu auf, am 20. Januar von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. „Nur wer wählt, nutzt seine demokratische Chance, die Entscheidung über die politische Machtverteilung im Land für die nächsten fünf Jahre mit seiner Stimme zu beeinflussen“, betont Loos. Das IK stellt heute Zahlen, Daten und Fakten zur Landtagswahl vor.

• Wahlkreise und Kandidaten: Der Landkreis Gifhorn ist in zwei Wahlkreise aufgeteilt. Wahlkreis 5 (Gifhorn-Nord/Wolfsburg) setzt sich aus der Stadt Wittingen, den Samtgemeinden Boldecker Land, Brome, Hankensbüttel und Wesendorf, der Gemeinde Sassenburg sowie aus den Wolfsburger Stadtteilen Brackstedt, Velstove, Vorsfelde, Warmenau und Wendschott zusammen. Hier kandidieren Ingrid Klopp (CDU), Klaus Schneck (SPD), Friedrich Lührs (FDP), Frank-Markus Warnecke (Grüne), Thomas Schnell (Linke), Andreas Kautzsch (Freie Wähler), Klaus-Dieter Schlottmann (Partei Bibeltreuer Christen) und Matthias Stoll (Piraten).

Den Wahlkreis 6 (Gifhorn-Süd) setzt sich aus der Stadt Gifhorn sowie den Samtgemeinden Isenbüttel, Meinersen und Papenteich zusammen. Direktkandidaten sind dort Horst Schiesgeries (CDU), Detlef Tanke (SPD), Horst Rienitz (FDP), Nicole Wockenfuß (Grüne), Harald Heuke (Die Linke), Bianca Geisler (Freie Wähler), Dr. Detleff Karstens (Partei Bibletreuer Christen) und Sören Tesch (Piraten).

• Stimmen: Alle Wahlberechtigten haben am 20. Januar zwei Stimmen: eine Erststimme für die Wahl eines Kreiswahlvorschlages (Direktkandidaten im Wahlkreis) und eine Zweitstimme für die Wahl eines Landeswahlvorschlages (Partei). Den im Wahlkreis zu vergebenden Sitz erhält der Bewerber mit der höchsten Stimmenzahl.

• Wahlberechtigte: Die Gesamtzahl der Wahlberechtigten in beiden Wahlkreisen beträgt 148 099. Der Wahlkreis 5 zählt insgesamt 70 015 Wahlberechtigte, davon 14 098 aus den Wolfsburger Stadtteilen. Etwas mehr sind es im Wahlkreis 6, wo es 78 084 Wahlberechtigte gibt.

• Wahllokale: Die Wahllokale sind am kommenden Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Dabei können die Bürger in den Wahlkreisen 5 und 6 in insgesamt 209 Wahllokalen ihre Stimmen abgeben. Davon entfallen 194 auf den Landkreis Gifhorn und 15 auf die Stadt Wolfsburg.

• Wahlabend: Für alle interessierten ist am Wahlabend ab 18 Uhr im Rittersaal des Gifhorner Schlosses ein Informationszentrum eingerichtet. Dort laufen alle Einzelergebnisse aus den Wahlkreisen 5 und 6 zusammen und werden den Besuchern präsentiert.

• Briefwahl: Wer an der Briefwahl teilnimmt, muss seinen Wahlbrief so rechtzeitig absenden, dass dieser am 20. Januar um 18 Uhr beim Kreiswahlleiter vorliegt. Bis zu diesem Zeitpunkt können Wahlbriefe auch direkt beim Kreiswahlleiter im Gifhorner Schloss, Schlossplatz 1, abgegeben oder in den dortigen Hausbriefkasten eingeworfen werden.

Für die Ermittlung des Briefwahlergebnisses sind bei Detlev Loos 17 Briefwahlvorstände mit 103 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern gebildet worden. Die Vorstände werden ihre Tätigkeit am Wahlsonntag um 15.30 Uhr im Gifhorner Schloss (Eingang A) aufnehmen. Die Zulassung der Wahlbriefe und die Feststellung des Briefwahlergebnisses sind öffentlich, jedermann hat dazu freien Zutritt.

In der Kreisverwaltung werden rund 20 weitere Mitarbeiter tätig sein, die für die EDV, die Annahme der Wahlergebnisse, die Weiterleitung an den Landeswahlleiter und sonstige mit der Wahlabwicklung notwendige Arbeiten betraut werden.

• Statistische Auswertung: In sechs Wahlbezirken werden für wahlstatistische Auswertungen Stimmzettel verwendet, aus denen Geschlecht und Geburtsjahrgruppe der Wähler zu erkennen sind. Die sechs Orte: Stadt Wolfsburg, Wahlbezirk 109 (Heidgartenschule Vorsfelde, Mensa 1), Stadt Wolfsburg, Wahlbezirk 111 (Schulzentrum Vorsfelde, Trakt A, Raum 5), Stadt Gifhorn, Wahlbezirk 407 (Astrid-Lindgren-Schule, Wilsche), Leiferde, Wahlbezirk 23 (Dorfgemeinschaftshaus Siedlung Süd), Müden/Aller, Wahlbezirk 1 (Gaststätte Schrader, Dieckhorst) und Schwülper, Wahlbezirk 52 (Mehrzweckhalle Rothemühle).

Die Geburtsjahrgänge werden zu fünf großen Gruppen zusammengefasst, so dass keine Rückschlüsse auf das individuelle Wahlverhalten möglich sind. Die Auswertung für statistische Zwecke erfolgt getrennt von der Stimmenauszählung durch das Niedersächische Landesamt für Statistik. Eine Verletzung des Wahlgeheimnisses ist nach den Worten von Loos ausgeschlossen.

• Endergebnis: Am Mittwoch, 23. Januar, um 15 Uhr tritt der Kreiswahlausschuss im großen Sitzungszimmer des Gifhorner Schlosses zu einer öffentlichen Sitzung zusammen. Dabei soll das endgültige Wahlergebnis in den Wahlkreisen 5 und 6 festgestellt werden.

Von Bernd Schossadowski

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