Wenig Plätze: Schule wird umgenutzt und -gebaut / Weitere Umstrukterungen

Zwei neue Kita-Gruppen in Bergfeld

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Die Schule in Bergfeld wird derzeit nicht genutzt, nun soll sie zwei Kita-Gruppen beherbergen. Auch in anderen Orten gibt es Umstrukturierungen.

Samtgemeinde Brome – Die Samtgemeinde Brome hat derzeit zu wenig Kindergartengruppen, um den Bedarf zu decken. Durch befristete Umstellungen in Bergfeld und Rühen will man dem beikommen.

Das beschloss der Samtgemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung im Parsauer Bürgerzentrum.

Demnach zeigen die aktuellen Auslastungszahlen für das Kita-Jahr 2019/2020 ein Defizit von mindestens drei Gruppen. Da in Rühen 34 freie Krippenplätze vorhanden sind, soll eine Krippengruppe für ein Jahr in eine Kita-Gruppe umgewandelt werden. 2020 soll dort die neue Kita – der Rat beschloss auch deren Bau für 3,19 Millionen Euro (das IK berichtete) – fertiggestellt sein und die Gruppe kann wieder der Krippe zugeordnet werden.

In Brome wird die altersübergreifende Ganztagsgruppe auf 25 Plätze aufgestockt. So will man Defizite in Voitze und Ehra-Lessien auffangen. In Letzterem soll eine kleine Nachmittagsgruppe entstehen. Eine Brechtorfer Krippengruppe soll vom Ganztag auf den Dreivierteltag heruntergestuft werden, um mit dem freiwerdenden Personal eine Ganztags-Kita-Gruppe zu ermöglichen. Restliche Defizite sollen in Rühen aufgefangen werden – und in Bergfeld.

Denn dort sollen in der derzeit nicht genutzten Außenstelle der Grundschule Parsau (das IK berichtete mehrfach) zwei Kita-Gruppen für 49 Kinder entstehen. Eine Begehung mit dem Landesjugendamt habe bereits gezeigt, dass der Standort geeignet ist. Auch Gespräche mit der Grundstückseigentümerin verliefen demnach erfolgreich.

Für die Umbaumaßnahmen im Sanitär- und Küchenbereich sowie Malerarbeiten rechnet der Rat mit Kosten von 60.000 Euro. Weitere 50.000 Euro für die Ausstattung könne man der Summe entnehmen, die für die Einrichtung in Kühen eingeplant ist. Die baulichen Anpassungen sollen so ausgeführt werden, dass der Schulbetrieb mit geringem Aufwand wieder möglich ist.

Astrid Leibach (Grüne) sprach sich gegen das Vorhaben in Bergfeld aus: „Das ist der Todesstoß für die Grundschule“, sagte sie. Fraktionskollege Frank-Markus Warnecke pflichtete bei und betonte die Wichtigkeit von kleinen Schulstandorten wie Bergfeld und Blitze. Mehrere Stimmen erwiderten, dass niemand vorhabe, die Grundschule zu verhindern. So sagte etwa Heino Meyer (CDU): „Das wird doch nicht genutzt. Ich sehe kein Problem, das temporär zu nutzen.“ Auf Antrag von Dirk Bricke (CDU) soll die Umnutzung nur befristet sein. Mit vier Gegenstimmen beschloss der Rat die Kita in Bergfeld.

VON DENNIS TESCH

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