20 Meter großer Weihnachtsbaum in Wiswedel / Autostadt weckt Ehrgeiz

Zentimeter entscheiden

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In Wiswedel steht seit gestern der vielleicht zumindest inoffiziell zweithöchste Weihnachtsbaum der Welt.

Wiswedel. Vielleicht werden sie nun in Wiswedel und Wolfsburg noch einmal das Maßband anlegen. Im vergangenen Jahr war der Weihnachtsbaum in der Autostadt mit 24 Metern Höhe der zweithöchste der Welt, nur der am Rockfeller Center in New York war einen Meter höher.

Der Weihnachtsbaum in Wiswedel maß 20 Meter. So auch in diesem Jahr. Gestern Morgen wurde der Baum in die Höhe gehievt. Und ist in diesem Jahr wohl größer als der in der Autostadt.

Der Baum in Wolfsburg war es auch, der in Wiswedel den Ehrgeiz geweckt hat, etwas Größeres zu schaffen. Friedrich-Wilhelm Klopp, einer der Männer aus dem 100 Einwohner zählenden Bromer Ortsteil, hatte die Idee, einen großen Baum aufzustellen. Seit gestern steht eine „schöne Fichte“, so Klopp, auf dem Dorfplatz in Wiswedel. In diesem Jahr könnte das mit dem größeren Baum gelungen sein. „Knapp 20 Meter“, sagt die Pressesprecherin der Autostadt, Viola Janz, habe der Baum in Wolfsburg.

Rund 20 Meter haben sie für das drei Tonnen schwere Gehölz in Wiswedel auch gemessen. „Wir zeigen denen, dass auch kleinere Dörfer so etwas können“, sagt Klopps Ehefrau Birgit, die sich wie viele im Ort an der Aktion beteiligt. „Wir geben dafür nicht einen Euro aus“, fügt sie hinzu. Alle helfen freiwillig mit. Der Baum wurde am Donnerstag aus einem heimischen Wald geholt und gestern mithilfe eines Kranes der Firma Wiesensee in die Höhe gezogen und am Boden befestigt.

Bereits zum vierten Mal steht nun ein großer Weihnachtsbaum mitten im Ort. Gestern Nachmittag wurde er noch von Kindern geschmückt. Und auch da muss alles XXL sein. Alte Rohre fungieren als Zuckerstangen, der Baumschmuck besteht aus Yton-Steinen, unter dem Baum steht ein getöpfertes Hexenhäuschen. Am morgigen Sonntag um 17 Uhr soll der Baum angeleuchtet werden. Das wird eine Zusammenkunft mit Speis und Trank.

Der wuchtige Baum, der nunmehr zumindest vielleicht inoffiziell der zweitgrößte der Welt ist, zieht Blicke auf sich. „Es kommen Leute von überall her, um sich den Baum anzuschauen“, berichtet Birgit Klopp. Das kleine Dorf mit dem großen Baum muss sich vor der Autostadt nicht verstecken.

Von Benjamin Post

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