Rühen: Johannes-Gutenberg-Schule unterstützt den Tag der Kinderhospizarbeit

Zeit und Zuwendung

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Mit einem Sportturnier beteiligten sich die Schüler, Eltern und Lehrer der Johannes-Gutenberg-Schule in Rühen am bundesweiten Kinderhospiz-Aktionstag.

Rühen. Mit einem Sportturnier in der Großturnhalle beteiligte sich die Johannes-Gutenberg-Schule Rühen jetzt gemeinsam mit der Ambulanten Kinderhospizarbeit Wolfsburg der Region Süd-Ost-Niedersachsen (SONne) am Tag der Kinderhospizarbeit.

Der bundesweite Aktionstag soll auf die Situation lebensverkürzend erkrankter Kinder und deren Familien aufmerksam machen sowie in der Gesellschaft ein Bewusstsein für die Arbeit der Kinderhospize schaffen. Unter dem Motto „Kinder bewegen Kinder“ zeigten Schüler, Lehrer und Eltern Solidarität mit betroffenen Kindern und ihren Angehörigen. Petra Bachmann, früher Sozialarbeiterin an der Schule und nun als Koordinatorin für ambulante Hospizarbeit des Vereins Hospizarbeit Region Wolfsburg tätig, erläuterte die Aufgaben des Dienstes. „Wir können betroffene Familien unterstützen. Voraussetzung dafür ist, dass ein Kind eine lebensverkürzende Erkrankung hat.“

Im Unterschied zur Hospizarbeit bei Erwachsenen könne die ambulante Kinderhospizarbeit bereits erfolgen, wenn eine Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung gestellt werde. Das Angebot richtet sich ausdrücklich an die gesamte Familie – also sowohl an die Erkrankten selbst, als auch an deren Eltern und insbesondere auch an Geschwisterkinder.

Die Begleitung und Unterstützung der Familien erfolgt zu Hause durch speziell ausgebildete, ehrenamtlich tätige Mitarbeiter, die der Schweigepflicht unterliegen und deren Einsatz für die Betroffenen kostenfrei ist. Einer von ihnen ist Gerhard Ellenberg. Es gehe vor allem darum, Zeit, Zuwendung und Aufmerksamkeit zu schenken, erläuterte er. Das können zum Beispiel Gespräche sein, aber auch gemeinsame Unternehmungen und vieles mehr. Pflegemaßnahmen zählen dazu nicht: „Wir sind für die psychosoziale Unterstützung da“, erklärte Bachmann.

Darüber hinaus freue sich der Verein über Menschen, die sich ebenfalls in der Kinderhospizarbeit als ehrenamtliche Kinder- und Familienbegleiter engagieren wollen und sich für eine entsprechende Ausbildung interessieren. Informationen darüber gibt es bei Petra Bachmann (Telefon: 05361-600929-0; per Email: Petra.Bachmann@hospiz-Wolfsburg.de).

„Ganz toll“, sei laut Bachmann das Engagement der Eltern, Lehrer und Schüler bei dem Sportturnier gewesen. Auf dem Programm standen dabei Völkerball mit altersgemischten Mannschaften, Rebound sowie eine Staffel. Zur Stärkung wurde eine große Auswahl an Kuchen angeboten, den die Helfer vorher gespendet hatten und dessen Erlös ebenfalls der Kinderhospizarbeit zu Gute kommt.

Von Alexander Täger

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