Landkreis prüft sechs über 230 Meter hohe Anlagen

XXL-Windräder bei Ehra geplant

+
Der Landkreis prüft derzeit die Voraussetzungen für den Bau sechs neuer XXL-Windräder bei Ehra.

Ehra-Lessien – Der Landkreis Gifhorn prüft derzeit, ob bei Ehra sechs sogenannte XXL-Windenergieanlagen gebaut und in Betrieb genommen werden können.

Nach Auskunft des Kreisrates Mirco Schmidt liegt der Genehmigungsbehörde des Landkreises ein Antrag für das Windvorranggebiet „GF Brome Ehra 01“ vor. Geplant werden darin sechs XXL-Windräder, die ihren Namen dem Umstand verdanken, dass sie über 200 Meter hoch sind. Eine Anlage soll eine Gesamthöhe von 234 Metern erreichen, die anderen fünf sogar 241 Meter hoch werden. Alle haben eine Nennleistung von 4,2 Megawatt.

Das Gebiet Ehra 01 befindet sich östlich von Ehra an der B 248 in Richtung Voitze. Es umfasst insgesamt 162 Hektar auf fünf voneinander getrennten Potenzialflächen. Vor der Errichtung neuer Anlagen wird geprüft, ob diese eine schädliche Auswirkung auf die Umwelt haben oder Nachteile für Anwohner mit sich bringen.

Laut der bereits erfolgten gebietsbezogenen Umweltprüfung bestünden wenig bis kaum negative Auswirkungen für den Menschen. So seien etwa Tülau und Voitze weit genug entfernt, um nicht von Schall oder Ähnlichem belästigt zu werden. Im Gebiet verlaufen Entwässerungsgräben, die aber sehr klein seien. „Mögliche negative Auswirkungen können daher ausgeschlossen werden“, heißt es im Gutachten zum Punkt Wasser. Stark einschränkende Auswirkungen hat aber das Brutrevier des Rotmilans. Auch das Vorkommen bestimmter Fledermäuse beschränkt die Potenzialflächen. Somit würden die XXL-Windräder vermutlich an der B 248 am Rande der Bickelsteiner Heide entstehen.

Das Wann ist derzeit noch ungeklärt. Mitte März hatte die Verbandsversammlung des Regionalverbandes den Entwurf einer Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) als Satzung beschlossen. Dieser wurde dem Amt für regionale Landentwicklung (ArL) zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt. Erst wenn dieser Vorgang abgeschlossen ist, wären die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau neuer Windräder erfüllt. Bis dahin kann es noch dauern, wie Schmidt weiß: „Wann das Genehmigungsverfahren abgeschlossen sein wird, kann von der Kreisverwaltung derzeit ebenso wenig abgeschätzt werden wie ein etwaiger Baubeginn.“

VON DENNIS TESCH

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare