Wunsch nach Asphalt für Radler

Radler in der Gemeinde Ehra-Lessien haben es schwer. Es gibt kaum Wege aus dem Gemeindegebiet heraus. Foto: picture-alliance

Ehra. Christa Honseler will Rad fahren. In der Gemeinde Ehra-Lessien ist das aber nicht so einfach. Die Bürgerin der Kommune bemängelt das dortige Radwegenetz, das keines sei.

„Kein einziger führt aus Ehra heraus“, sagte sie in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates, als die Einwohnerfragestunde anstand. Für die Gemeinde ist das Problem hinlänglich bekannt. Der Radweg nach Voitze ist seit Jahren in Planung. Auch soll eine Weg von Ehra nach Boitzenhagen führen. Beim Besuch des SPD-Landesvorsitzenden Olaf Lies in der Kommune ging es um den Radweg in den Nachbarort.

Der Weg würde an der Landesstraße 288 entlang führen und so auch das Prüfgelände von Volkswagen, einem großen Arbeitgeber in der Gemeinde, passieren. Ehra-Lessien setzt sich bereits seit längerer Zeit für die Asphaltbahn ein. „Wir können es nicht stemmen, einen Radweg zu finanzieren“, sagte Bürgermeisterin Jenny Reissig im Gepräch mit Lies, dem das Projekt vor Ort gezeigt wurde. Der Weg würde auch Sinn machen, da Ehra und Boitzenhagen, das im Wittinger Stadtgebiet liegt, eine Kirchengemeinde bilden.

Doch dieser, wie auch weitere Wege in der Kommune zu bauen, Bedarf viel Geduld. „Wir kämpfen seit Jahren dafür“, so Reissig im Gemeinderat. Die Bürgermeisterin merkte zugleich an, dass die Wege an den Bundes- und Landesstraßen auch nicht die Aufgabe der Gemeinde seien. „Wir sind nicht zuständig für Radwege um uns herum“. Das Land zieht die Strippen. Landesvorsitzender Lies wies in Ehra auf die knappen Kassen des Bundes und des Landes hin. Und nicht nur die Gemeinde Ehra-Lessien will Radwege nutzen.

Allerdings seien „Lückenschlüsse, die wir brauchen“, so Ratsmitglied Peter Albrecht (SPD), wünschenswert. „Wir würden die beiden Gemeinden verbinden“, merkte Landtagsabgeordneter Klaus Schneck in Richtung seines Genossen Lies an. Das Ziel der jeweiligen Regierung müsse laut dem Landeschef lauten: „Prioritäten abarbeiten“. Diese abzuarbeiten, dürfte, egal wer in der Zukunft das Land regiert, schwierig werden.

Von Benjamin Post

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