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Tiertafel in Brome bietet Unterstützung

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Von: Hilke Bentes

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Tierschutzverein Wolfsburg hilft Tieren der Flüchtlinge aus Ukraine
Bärbel Gädke ist die Vorsitzende des Wolfsburger Tierschutzvereins – und sie bietet Hilfe für die Tiere der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine an. © Bentes, Hilke

Brome – In ganz unterschiedlichen Formen wollen Menschen den Kriegsflüchtenden aus der Ukraine helfen. Der russische Angriffskrieg bewegt die Bürger auch in der Samtgemeinde Brome. Schon über 150 Menschen haben Unterkunft im Camp Lessien gefunden (das IK berichtete), Landkreis-weit werden Menschen auch in privaten Haushalten aufgenommen, große Sammelaktionen sind gestartet und die Hilfe ebbt weiterhin nicht ab. Auch die Vorsitzende des Tierschutzes Wolfsburg, Bärbel Gädke aus Brome, will unterstützen.

Für den Tierschutz ist die Corona-Pandemie weiterhin keine leichte Zeit. Und Gädke stemmt die Bearbeitung und die Hilfe im Bromer Land und Wolfsburger Raum meistens allein. „Hier ist rund um die Uhr etwas zu tun, das ist nicht einfach.“ Die Arbeit erstreckt sich in die Wochenenden, und ob Igel, Katzen oder Schildkröten – seit mehr als 22 Jahren setzt sich Gädke für die Tiere ein.

Aus diesen zeitlichen Gründen kann die Bromerin zwar keine Tiere von Geflüchteten in den teils noch belegten Räumlichkeiten des Tierschutzes aufnehmen, aber Hilfe soll trotzdem nicht fehlen. Die Tiertafel besitzt durch Spenden, aber auch durch viel Privatinitiative reichlich Tierbedarf. Futter, Hunde- und Katzenbetten, Käfige, Geschirr und zahlreiche Decken will Gädke an Menschen aus der Ukraine abgeben, so sie denn mit ihren Tieren nach Deutschland gekommen sind.

Das trifft in der Regel Menschen, die privat bei Bürgern untergekommen sind. Über die Grenze des Landkreises Gifhorn oder der Stadt Wolfsburg hinaus will Gädke den Tieren helfen. „Man hat ja das Bedürfnis, irgendetwas zu tun“, so die Bromerin. Und in den Räumen des Tierschutzvereins, die sich in Gädkes Garten befinden und von ihr gepflegt werden, befindet sich eine große Auswahl an Dingen, um Meerschweinchen, Katze oder Hund zu unterstützen.

Ob auch Ukrainer mit Tieren in dem Camp Lessien Unterkunft beziehen können, ist laut der Kreisverwaltung derzeit noch in intensiver Prüfung. „Eine Aufnahme von Haustieren – gemeinsam mit geflüchteten Personen in einer Unterkunft – bringt hygienische und veterinärmedizinische Herausforderungen mit sich“, erklärt dazu der Pressesprecher Jan-Niklas Schildwächter. Das Gesundheits- und Veterinäramt prüfen bereits die Verfahrensmöglichkeiten und stehen in engem Austausch.

„Grundsätzlich ist die Gemeinschaftsunterkunft in Ehra-Lessien als erste Anlaufstelle gedacht, damit Flüchtende ein festes Ziel ansteuern können. Danach sollen die Personen nach Möglichkeit auf dezentralen Wohnraum verteilt werden.“ Gädke hat ihr Hilfsangebot bereits an die Fleckenverwaltung und den Landkreis weiter gegeben.

Wer privat Geflüchtete mit Haustieren aufgenommen hat und Unterstützung sucht, der kann sich jederzeit bei Bärbel Gädke unter der Rufnummer (0172) 433 733 5 melden.

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