Gemeinde Rühen stellt sich mit neuem Baugebiet für die Zukunft auf

220 Wohneinheiten geplant

Der Bauboom in Rühen ist ungebrochen. Um sich für die Zukunft zu rüsten, will die Gemeinde auf einer Fläche von rund 18 Hektar ein weiteres Baugebiet ausweisen.
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Der Bauboom in Rühen ist ungebrochen. Um sich für die Zukunft zu rüsten, will die Gemeinde auf einer Fläche von rund 18 Hektar ein weiteres Baugebiet ausweisen.

Rühen. „Mit diesem Flächennutzungplan will sich die Gemeinde Rühen für die Zukunft aufstellen“, sagt Peter Albrecht, Vorsitzender des Bau- und Umweltausschusses der Samtgemeinde Brome.

Die Gemeinde Rühen hat bei der Samtgemeinde die Änderung des Flächennutzungsplanes im Ortsteil Rühen beantragt.

Mit dieser Änderung will die Gemeinde sich den gestiegenen Erfordernissen stellen. Denn in den letzten Jahren haben sich dort viele Familien niedergelassen, die die ländliche Gegend und die Nähe zur Stadt zu schätzen wissen. Nachfrage und Zuzug sind ungebrochen.

Um für die Zukunft gewappnet zu sein, will die Gemeinde jetzt ein knapp 18 Hektar großes Baugebiet ausweisen. In diesem ist mit rund 220 Wohneinheiten zu rechnen.

Zurzeit hat die Gemeinde Rühen allerdings noch keinen Investor oder Erschließungsträger. Daher wurde im Ausschuss kontrovers diskutiert, wie jetzt mit den anfallenden Kosten in Höhe von etwa 23 500 Euro zu verfahren sind, die diese Änderung kostet. Zur Erinnerung: In der Vergangenheit hatte die Gemeinde einen städtebaulichen Vertrag mit einem Investor geschlossen, der diese Kosten übernommen hat.

Ein Beschluss des Bromer Samtgemeinderates vom Juni 2009 besagt, dass die Durchführung von Flächennutzungsplanänderungen der Samtgemeinde Brome obliegt und von ihr finanziert werden. Ausnahme: Änderungen, die über einen Investor laufen.

Während die SPD-Fraktion sich dafür aussprach, dass die Samtgemeinde die Kosten für die Aufstellung des F-Planes übernehmen soll („wir halten uns an bestehendes Recht“), waren die Mitglieder der CDU-Fraktion ganz anderer Meinung. „Die finanzielle Abwicklung muss geregelt werden“, sagte Heino Meyer (CDU). Ebenfalls aus der Fraktion der Christdemokraten war zu hören, dass Rühen taktiere, denn in anderen Gemeinden der Samtgemeinde konnte immer rechtzeitig ein Investor gefunden werden.

Man befürchtete, dass sich andere Gemeinden benachteiligt sehen, wenn jetzt eine positive Beschlussempfehlung für eine Kostenübernahme durch die Samtgemeinde ausgesprochen wird.

Nachdem sich kurzfristig allgemeine Ratlosigkeit breit gemacht hatte und der Tagesordnungspunkt kurz vor der Absetzung stand, konnte sich der Ausschuss schließlich doch noch auf eine Beschlussempfehlung einigen. Mit den Gegenstimmen der SPD empfahl der Ausschuss die Aufstellung des F-Planes und dass die benötigte Summe von der Samtgemeinde aufgebracht werden muss. Mit einer Einschränkung: Die Gemeinde Rühen verpflichtet sich dazu, mit künftigen Investoren darüber zu verhandeln, dass diese die Refinanzierung der Planungskosten übernehmen.

Von Meike Bornemann

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