Kein Material aus Baustellen

Wirtschaftswege-Konzept läuft an: Ehra-Lessien will jährlich 30.000 Euro investieren

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Drei Wirtschaftswege wird die Gemeinde Ehra-Lessien noch in diesem Jahr nach einem Konzept sanieren.

Ehra-Lessien – Eine Zeit lang waren Ehra und auch Lessien von Baustellen umzingelt (das IK berichtete mehrfach). Die Arbeiten sind nun zum größten Teil abgeschlossen und eigentlich sollten mit dem dabei anfallenden Material Wirtschaftswege saniert werden.

Wie auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates zu hören war, geht man nun einen anderen Weg.

„Ab heute ist der Weg wieder frei“, freute sich Ehra-Lessiens Bürgermeister Jörg Böse. Die Ampel sei weggeräumt, beide Fahrstreifen wieder befahrbar. „Jetzt fehlt nur noch die Fahrbahnmarkierung“, sagte Böse, der sich auch bei allen Bewohnern für deren Besonnenheit und Verständnis während der Bauarbeiten bedankte. Die Brückenkonstruktion an der L 289 wurde verschwenkt, das dabei anfallende Material wollte die Gemeinde für sanierungsbedürftige Wirtschaftswege nutzen.

Die rund 3500 Tonnen hätten für mehrere Wege gereicht, aber nach einem ersten, deutlich zu hohen Angebot hätte Böse noch mit der Baufirma verhandeln wollen. In der Zwischenzeit hatte die aber schon eine andere Verwendung dafür gefunden. „Daher sanieren wir auf die herkömmliche Art“, sagte Böse. Dabei orientiere man sich an einem erstellten Wege-Konzept, dass die Prioritäten regelt.

So will man noch in diesem Jahr den Hilgekampweg rechts der L 248 für rund 6100 Euro angehen. Die Bruneize soll für rund 13 500 Euro angefasst und die Waldverbindung von Ehra nach Voitze soll für etwa 6900 Euro saniert und begradigt werden. Letztere habe auch durch die Umleitungen der Baustellen gelitten, sodass man bei der Straßenbaubehörde um Beteiligung an den Kosten bittet. Auf der Liste stand auch der Alte Postweg mit einer Summe von 21 000 Euro. Der Rat entschied sich aber gegen seine Sanierung. „Den hatten wir nur im Blick, weil wir mit so viel Material gerechnet hatten“, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Axel Jordan. Der Rat stimmte der Sanierung der drei Wege einstimmig zu.

Ohne den Alten Postweg liege man auch wieder im veranschlagten Budget von 30 000 Euro. Böse merkte an, dass man diese Summe jährlich vorhalten sollte. Jedes Jahr sukzessive ein paar Wege zu machen und instand zu halten, lasse die Kosten nach hinten heraus nicht so sehr explodieren.

Dirk Fricke merkte an, man könne auch die Zuwegung zum Bauhof sanieren. Laut Böse gebe es diesbezüglich bereits Gespräche mit der Freiwilligen Feuerwehr Ehra, auch betreffend neuer Parkflächen in diesem Bereich.

VON DENNIS TESCH

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