Sollte ein mit Eichenprozessionsspinnern befallenes Waldstück brennen, sind die Freiwilligen Feuerwehren des Samtgemeinde Brome vorbereitet

„Wir sind gefeit“

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Der Eichenprozessionsspinner: Auch ein Thema bei den Feuerwehren in der Samtgemeinde Brome.

Samtgemeinde Brome – Unwahrscheinlich, aber möglich: Sollte ein mit Eichenprozessionsspinnern befallenes Waldstück brennen, sind die Freiwilligen Feuerwehren des Samtgemeinde Brome vorbereitet.

Für Gemeindebrandmeister Frank Mosel sind die Raupen nur eine weitere Gefahrenquelle in einem gefährlichen Job.

„Wenn andere wegrennen, laufen wir hin“, sagt Gemeindebrandmeister Frank Mosel. Daher stehe es auch außer Frage, dass man mit dem Eichenprozessionsspinner-Problem in der Samtgemeinde Brome umgehen müsse. „Wir begeben uns ja grundsätzlich in Gefahr.“ Der Eichenprozessionsspinner (EPS) mache die Arbeit nicht einfacher, aber man müsse eben mit ihm leben.

Noch ist es nicht zu Beeinträchtigungen durch den EPS bei Rettungen oder Löschungen gekommen, aber sollte der Befall so stark sein, wie im vergangenen Jahr, dann wäre das durchaus möglich. „Wenn auch unwahrscheinlich“, erklärt Mosel gegenüber dem IK. „Den stärksten Befall hatten wir im Drömling. Der ist aber sehr feucht und hat eine geringe Waldbrandgefahr.“ Auch sonst habe man eher mit Bränden in Kiefer- und Fichtenschonungen zu tun.

„Sollte es tatsächlich zu einem Flächenbrand oder einem ausgedehnten Waldbrand kommen, würden wir die Gefahren abwägen und bedacht handeln“, erklärt der Gemeindebrandmeister weiter. „Aber wenn Personen in Gefahr sind, müssen wir schnell handeln.“ Im Gegensatz zu etwa Förstern böte die „Arbeitskleidung“ der Einsatzkräfte auch genügend Schutz gegen die Brennhaare des EPS. Dennoch wurden zusätzlich Ganzkörperschutzanzüge angeschafft. „Es ist eine einfache Ausrüstung, die entsorgt werden kann. So muss die Spezialkleidung nicht nach jedem Einsatz gereinigt werden“, erklärt Mosel.

Den Kontakt mit den Haaren will man vermeiden. „Die Gefahr einer allergischen Reaktion ist natürlich genauso hoch, wie bei allen anderen“, so Mosel weiter. „Aber besonders das Einatmen ist ja gefährlich.“ Ein Feuer könnte auch ältere Brennhaare durch die Thermik hoch aufwirbeln. Atemschutzträger hätten nichts zu befürchten, andere würden im Zweifelsfall mit leichtem Atemschutz versehen.

Der EPS ist also nur eine weitere Gefahrenquelle, die während eines etwaigen Einsatzes bedacht werden muss, stellt eine weitere Herausforderung dar. „Aber wir sind gefeit“, berichtet Mosel. „Und für jede Extremsituation gerüstet.“

VON DENNIS TESCH

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