Windkraft: Bromer gegen Entscheidung des ZGB / Info-Veranstaltung Anfang September in Tülau

„Das war zu erwarten...“

In Brome haben sich Bürger schon beschwert, dass der Windpark zwischen Brome, Zicherie und Tülau erweitert werden soll.
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In Brome haben sich Bürger schon beschwert, dass der Windpark zwischen Brome, Zicherie und Tülau erweitert werden soll.

Zicherie/Tülau. Vor einer Woche gab der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) die neuen Vorrangstandorte für Windkraft bekannt.

Demnach wird voraussichtlich in der Samtgemeinde Brome der bestehende Windpark zwischen Brome, Tülau und Zicherie vergrößert – und zwar von 12 auf 247 Hektar.

„Dass es in die Richtung gehen wird, war zu erwarten“, meint Gerhard Borchert, Bürgemeister des Flecken Brome. Ende August, stellt Borchert in Aussicht, soll es in Braunschweig mit Jens Palandt, Erster Verbandsrat des ZGB, ein Gespräch mit allen Bürgermeistern aus der Samtgemeinde Brome geben. Borchert hofft auf genauere Informationen.

Am kommenden Mittwoch, 21. August, wird das Thema Wind auch im Gemeinderat diskutiert (20 Uhr, Hotel Hubertus in Zicherie). „Wir haben schon Beschwerden von Bürgern erhalten, die monieren, hier gebaut zu haben und nun als Dank die Riesentürme bekommen“, informiert Borchert. Auch Bewohner des Windmühlenfeldes würden sich in die Ecke gedrängt fühlen. „Ich denke, die Befeuerung der Windanlagen löst die größten Befürchtungen aus“, ist sich der Fleckenbürgermeister sicher. Er weiß von einer Informationsveranstaltung, die am Dienstag, 3. September, in Tülau stattfinden soll. Genauere Angaben dazu wollte die Gemeinde gestern auf IK-Anfrage jedoch nicht machen. Werner Vodde, stellvertretender Bürgermeister, bestätigte zwar, dass eine Veranstaltung für Bürger geplant ist, wollte jedoch nicht mehr sagen. Nur: „Einzelheiten zur Veranstaltung werden im Samtgemeindeblatt veröffentlicht.“

„Ich muss sagen, es sieht bescheiden aus“, ist Bernd Grunau, Sprecher der BI „Gegen Windkraft Zicherie-Tülau“, was die Planungen des ZGB betrifft, der Meinung. Fest steht jedoch für die Mitglieder der Bürgerinitiative, dass sie weitermachen wollen. „Wir sind nachwievor der Meinung, dass der ZGB eine Fehlentscheidung getroffen hat. Die Fläche ist völlig ungeeignet. Wir haben zwar nicht so viele Rotmilane, aber für uns steht auch immer noch der Mensch im Vordergrund“, ist Grunau entrüstet. Daher wolle man sich den rund 1000 Seiten umfassenden Bericht des Zweckverbandes ganz genau ansehen.

Von Carola Hussak

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