Deutliche Niederlage für Peckmann

Wieland Bartels (SPD) gewinnt Rennen ums Bromer Rathaus

Wieland Bartels freut sich über seinen Wahlsieg.
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Freude im Tiddischer Bürgerhaus: Wieland Bartels (3.v.r.) – umrahmt von Familie und Freunden – gewinnt für die SPD das Rennen um die Rathausspitze in der Samtgemeinde Brome.
  • Hilke Bentes
    VonHilke Bentes
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Samtgemeinde Brome – Wieland Bartels wird Bromes neuer Samtgemeindebürgermeister. Musste die Entscheidung am Abend der Kommunalwahl am 12. September noch vertagt werden, ist nach der Stichwahl (26. September) alles klar. Und der Trend zeichnete sich schon von Beginn an ab, Bartels lag nach den ersten Auszählungen deutlich vor der derzeitigen Amtsinhaberin Manuela Peckmann (CDU). Ändern sollte sich das bis zum Schluss nicht mehr.

Bartels holte nach Auszählung aller 17 Wahllokale 61,96 Prozent und damit 5495 Stimmen in der Samtgemeinde – und mit diesem klaren Ergebnis erobert die SPD in Brome die Rathausspitze.

So ganz glauben konnte Bartels den Wahlverlauf aber noch nicht, hatte er sich doch auf ein knapperes Rennen um den Chefposten der Verwaltung eingestellt. „Das ist schon verrückt“, sagte der Sozialdemokrat. Zusammen mit Familienangehörigen und Freunden hatte er die Auszählung im heimischen Tiddischer Bürgerhaus verfolgt.

Nachdem Bartels schon vor zwei Wochen die meisten Stimmen geholt hatte, es aber zum direkten Einzug ins Rathaus nicht reichte, passte nun alles für den Sozialdemokraten. Die SPD setzt damit auch in der Samtgemeinde ihren Lauf fort.

„Ich habe mir einen solchen Ausgang der Wahl natürlich gewünscht, aber erwartet habe ich es nicht“, sagte Bartels im IK-Gespräch. „Es ist für mein ganzes Team ein besonderer Abend, den wir natürlich noch ein bisschen feiern werden.“

Bartels zog es nach der Ergebnisverkündung aus Tiddische weiter nach Hoitlingen – dorthin, wo er mit über 70 Prozent das beste Ergebnis aller Wahllokale einfahren konnte. „Daher will ich mit ihnen natürlich auch noch feiern.“

Ein bisschen Unglauben schwang dann aber doch noch mit, als er sich bei seinen Unterstützern bedankte, die ihn die letzten Monate begleitet hatten. „Es ist heute Abend ein Plan aufgegangen, den wir zu Beginn unserer Arbeit gesetzt haben.“ Dass er als bisher ehrenamtlicher Bürgermeister aus seinem Heimatdorf Tiddische ins Hauptamt wechseln wollte, das sei schließlich aufgrund seiner kommunalpolitischen Leidenschaft einer der Beweggründe für die Kandidatur gewesen. „Aber dass es so aufgeht, das ist schon irre.“ Er erinnerte aber auch an die Wähler, die nicht für ihn stimmten. „Ich will ein Samtgemeindebürgermeister für alle sein“, sagte Bartels. Er freue sich schon jetzt sehr auf die Arbeit, die ihn erwartet.

Wo es Gewinner gibt, da gibt es auch Verlierer. Sonntag waren es die Christdemokraten, die sich auch weiterhin mit abnehmenden Wählerstimmen abfinden mussten. Amtsinhaberin Peckmann muss ihren Schreibtisch nach sieben Jahren als Verwaltungschefin wieder räumen. „Es ist in Ordnung, ich nehme das Ergebnis so hin“, sagte sie gefasst. „Ich bedanke mich bei allen Wählern, die mich gewählt und mich unterstützt haben.“

Der Verlauf des Abends wunderte Peckmann, trotz aller Hoffnung, nur geringfügig. „Es ist der Bundestrend, der sich auch hier in den Gebietseinheiten zeigt.“ Müsse schließlich auch Landrat Dr. Andreas Ebel sein Büro räumen, und auch Anja Meier aus dem Boldecker Land habe es nicht zur Wiederwahl ins Amt geschafft. „So ist es jetzt nun mal, für mich geht damit ein neuer Lebensabschnitt los“, erklärte Peckmann. Konkrete Pläne nannte sie noch nicht.

Verhehlen wollte sie natürlich trotzdem nicht, dass sie von dem Ergebnis von 38,04 Prozent enttäuscht ist, hatte es sich doch bei ihrer ersten Kandidatur 2014 um einen direkten Durchmarsch ins Rathaus gehandelt. „Gehofft hat man ja doch, dass es dann doch noch einmal anders ausgeht“, sagte Peckmann. Sie habe aber noch am gestrigen Abend Bartels zu seinem Sieg gratuliert. 

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