Parsau: Gemeinde dankt zahlreichen Ehrenamtlichen für ihren selbstlosen Einsatz

„Wichtige Dinge lassen sich mit Geld nicht kaufen“

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Kerstin Keil begrüßte jüngst die zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich im Bürgerzentrum Unter der Eichen versammelt hatten.

mi Parsau. Voll besetzt war der große Saal des Bürgerzentrums „Unter den Eichen“ in Parsau am Sonntagvormittag: Der Gemeinderat hatte Vertreter aller Vereine und Verbände eingeladen, um deren Engagement im Ehrenamt zu würdigen.

Bürgermeisterin Kerstin Keil im IK-Gespräch: „Es gibt keine besonderen Ehrungen oder dergleichen. Mit dem gemeinsamen Essen und Trinken wollen wir uns bei den Mitbürgern bedanken. “ Eine wenig erfreuliche Nachricht hatte die Bürgermeisterin aber auch mitgebracht: Die junge Ärztin, die in der Parsauer Praxis die Nachfolge antreten sollte, wird nicht im Ort bleiben.

In ihrer Begrüßung führte die Bürgermeisterin aus: „Es gibt Menschen, die sind einfach da. Ohne Wenn und Aber, ganz selbstverständlich. Die wichtigsten Dinge lassen sich mit Geld nicht kaufen: Liebe Gesundheit, Familie und Freundschaft und das Ehrenamt.“ Mit der Veranstaltung könne man nicht den Aufwand ausgleichen, den der Einzelne einbringe, doch wolle man zeigen, „dass es in unserer Gemeinde unzählige Menschen gibt, die nicht nur an sich selbst denken“. Diese Menschen erwarteten nicht, dass alles für sie geregelt wird, sie packten einfach mit an, in den Vereinen, beim Verschönern des Dorfes, beim Aufräumen und Gestalten.

Einen launigen Festvortrag zum Thema „Glück und Ehrenamt“ hielt Kersten Prasuhn, Bereichsleiter für Pädagogik an der Heimvolkshochschule Rehburg-Loccum. Mit seinem kurzweiligen und in Abschnitte gegliederten Text sorgte er zugleich für lockere und höchst informative Unterhaltung, die mit kräftigen und auch feinsinnigen Humor gewürzt war. Dr. Elisabeth Gebhardt ergänzte die Ausführungen von Kerstin Keil in Bezug auf ihre Nachfolge, indem sie hinzufügte: „Ich habe noch eine Mitteilung, die gut oder schlecht sein kann: Ich bleibe.“

Ganz besonders hob die Bürgermeisterin die ehrenamtliche Leistung einer Familie hervor: Barbara und Alfred Lemke hätten sich selbstlos und ohne viel Aufhebens um die syrische Familie Kadjan gekümmert, speziell um die beiden Kinder.

Nach dem gemeinsamen Schnitzelessen blieben die Parsauer noch eine ganze Weile zusammen, um alte Bekanntschaften zu erneuern und neue zu erschließen. Die Veranstaltung ein jährliches Ereignis, dass den Zusammenhalt und die Identität des Einzelnen festigt.

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