„Alle Kinder profitieren“

Wertvolle Unterstützung: Lena Jander ist FSJ’lerin an der Grundschule Parsau

+
Lena Jander kümmert sich im Rahmen ihres FSJs auch um die Bücherei der Grundschule Parsau.

Parsau – „Nicht so stürmisch“, lacht Lena Jander, als eine Schülerin sie umarmt. Sie absolviert ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Grundschule Parsau und hat sich sichtlich gut eingelebt.

„Ich komme hier mit allen gut klar“, erklärt Jander im IK-Gespräch, „und ich schätze, die Kinder mögen mich auch.“ Seit August letzten Jahres besetzt sie die FSJ-Stelle. Ihre Arbeit ist sehr abwechslungsreich, sie selbst dabei auch flexibel: „Es ist jeden Tag ein wenig anders“, sagt die 19-Jährige. So kommt die Fußballerin gerade vom Sportunterricht. „Ich fahre mit den Kindern im Bus nach Rühen“, berichtet Jander. Den eigentlichen Sportlehrer unterstützt sie bei der Aufsicht und auch beim Auf- und Abbau.

"Es ist jeden Tag ein wenig anders.“

Lena Jander

„Aber ich gehe hauptsächlich mit in die 1. Klasse“, erzählt Jander weiter. „Da unterstütze ich die Kinder, die etwas mehr Hilfe brauchen.“ Den Unterricht bereite sie nicht mit vor, verrichte aber kleinere Büroarbeiten. Auch nachmittags unterstützt sie im Rahmen der Ganztagsschule den Lehrkörper, begleitet Projekte und leistet Hausaufgabenhilfe.

Die besondere Betreuung kommt bei den Schülern gut an, auch wenn Finn heute immer wieder mit umziehen muss, wenn Jander sich im Gebäude bewegt. „Das ist ja wie ein Wandertag“, sagt er und nimmt sein Heft mit. Jander zeigt einen weiteren ihrer Wirkungsorte: Freitags besetzt sie die kleine Bücherei der Schule. „Ich regele die Ausleihe und schaue, dass die Kinder die Fristen einhalten“, erklärt sie.

„Ich habe hier viel Spaß“, sagt Jander. Aber eine Bibliothekarin wird wohl nicht aus ihr. „Ein bisschen aktiver darf es schon sein“, lacht sie. Ihr FSJ läuft noch bis zu den Sommerferien, dann hat sie ihr Fachabitur in der Tasche. Wie es dann weitergeht, weiß sie noch nicht. Ein Lehramtsstudium wäre möglich, aber Jander will sich das gut überlegen. Ein Kriterium dazu erfüllt sie definitiv: „Ich arbeite gern mit Kindern“, sagt sie. Auf die FSJ-Stelle ist sie aber eher zufällig aufmerksam geworden. „Ich bin aus Parsau und hier selbst zur Schule gegangen, das hat gut gepasst.“ Vielleicht kommt sie ja eines Tages als Lehrerin zurück.

Für die Kinder gehört sie derweil schon wie selbstverständlich zum Schulalltag. „Alle Kinder profitieren von Frau Jander“, sagt Heiko Winkelmann, der kommissarische Leiter der Grundschule Parsau. Das gilt auch für die Lehrer: „Für uns als Schule ist sie eine große Unterstützung in vielen Bereichen“, sagt Winkelmann. Er habe bis jetzt mit allen FSJ’lern gute Erfahrungen gemacht. Deshalb soll die Stelle auch nach den Sommerferien wieder besetzt werden. Die Gemeinde Parsau finanziert sie nun alleine, während Tiddische und Bergfeld sich zurückzogen (das IK berichtete).

VON DENNIS TESCH

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare