Bromer staunt nicht schlecht, als er Besuch in den Bäumen sieht / Tiere sollen Jagdberechtigten gemeldet werden

Waschbär nascht vom Pflaumenbaum

Dieser Waschbär machte sich am Pflaumenbaum vom Bromer Matthias Funke zu schaffen. Foto: Privat

Brome. Da staunte der Bromer Matthias Funke nicht schlecht, als er vergangene Woche in seinem Garten zwei Waschbären entdeckte, die sich hoch oben im Pflaumenbaum die ersten Früchte schmecken ließen.

„Als ich mich ihnen näherte, sind sie gemütlich auf das Garagendach meines Nachbarn gestiegen. Dort haben sie sich die heruntergefallenen Pflaumen schmecken lassen“, schmunzelt Funke. Ohne Scheu konnte sich der Bromer auf bis zu drei Metern den Tieren nähern, als dann schließlich im gelagerten Holz an der Garage verschwanden.

„Obstbäume sind eine Delikatesse für Waschbären. Wo es was zu fressen gibt, da wagen sie sich auch hin“, schmunzelt Thomas Reuter, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Jägerschaft Gifhorn. Dabei sind Wäschbären genauso wenig von naturaus in den hiesigen Gefilden beheimat wie zum Beispiel der Marderhund oder das Nutria. Wie Reuter erklärt, seien Waschbären seinerzeit Pelztierfarmen entfleucht. „Das ist nicht ungefährlich, sie bedrohen die heimischen Wildtiere. Sie plündern Eier aus Nestern. Für Menschen sind die Tiere allerdings ungefährlich“, meint Reuter im Gespräch mit dem IK.

Wer allerdings einen Waschbären sieht, sollte man dies dem zuständigen Jagdberechtigten informieren. Die Existenz von Waschbär, Marderhund und Co. sei nicht unerheblich. „Waschbären dürfen bejagt werden“, so Reuter. Ältere Tiere vom 16. Juli bis zum 31. März, Jungtiere sogar ganzjährig. Dabei dürfen sie geschossen werden oder mit Lebendfallen gefangen werden. Wie Reuter erläutert, würden die Tiere erheblichen Schaden anrichten.

Wie Reuter weiterhin informiert, hätten bereits vor dem 2. Weltkrieg Waschbären in Deutschland in der freien Wildbahn begonnen, sich zu vermehren. Von Nord-Hessen hätten sie sich ihren Weg nach Niedersachsen gebahnt.

Von Carola Hussak

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