Neue Richtlinien, neue Anträge – Gemeinde Rühen lädt Brechtorfer zur Info-Veranstaltung ein

Warten auf die Dorferneuerung

+
Eine Maßnahme in Brechtorf war der Abriss an der Vorsfelder Straße. Sollte es für 2015 wieder keine Zusage geben, dann wird der Antrag ohne Abriss des Gebäudes neu gestellt.

Rühen. Was macht die Gemeinde Rühen verkehrt? Bereits seit 2012 stellt die Gemeinde Rühen für den Ortsteil Brechtorf Anträge, um in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen zu werden.

Doch das Amt für Landentwicklung in Braunschweig vertröstet die Gemeinde immer wieder aufs Neue.

Anfang der Woche waren Bürgermeister Karl-Peter Ludwig und Verwaltungsmitarbeiterin Kerstin Randhahn erneut in Braunschweig. „Wir sind seit drei Jahren im Programm und bekommen einfach kein Geld“, kann es Ludwig nicht fassen. Nun habe das Amt erläutert, dass es neue Förderrichtlinien gebe, die das Land aber erst noch umsetzen müsse. „Das heißt, wir müssen neue Anträge stellen. Die neuen Formulare gibt es aber erst Mitte des Jahres. Bis September müssen die Anträge schließlich gestellt werden, damit 2016 eventuell Gelder fließen“, erläuterte Ludwig den Mitgliedern des Bauausschusses, der am Mittwoch tagte.

Nachdem sich das Amt bisher kaum zu dem Fall äußerte, gab es nun doch einen kleinen Hinweis. „Uns wurde mitgeteilt, dass Straßenbaumaßnahmen kaum Aussicht auf Erfolg bezüglich einer Förderung haben – unsere Maßnahmen sind zu teuer, das würde den Fördertopf sprengen“, informierte Ludwig. Wesentlich mehr Aussicht auf Erfolg hätten kleinere Maßnahmen.

Außerdem sei moniert worden, dass bisher von keinem Bürger eine Maßnahme angemeldet worden sei.

„Nach den Osterferien werden wir gemeinsam mit dem Planer und der Behörde die Brechtorfer zu einer Versammlung einladen“, so der Bürgermeister. Drei Maßnahmen sollen demnach neu eingereicht werden. Im Auge hat Ludwig dabei die Gemeinschaftsanlage – allerdings in abgespeckter Form. Auch diese Überarbeitung werde erneut Geld kosten.

Laut Amt für Landentwicklung sei der Förderrahmen über die Gewährung von Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung für den Förderzeitraum 2012 bis 2017 neu festgezurrt und der finanzielle Rahmen bis zu 400 000 Euro festgesetzt. Demnach könnten im Rahmen der Dorferneuerung Investitionen von maximal 1 Million Euro bezuschusst werden.

Als Empfehlung gaben die Mitglieder des Bauausschusses dennoch, folgende Maßnahmen im Finanzplan 2015 anzusetzen:

2016 – Gestaltung Gemeinschaftsbereich, 120 000 Euro

2017 – Sanierung Straßenraum „Schlesierstraße“, 275 000 Euro

2018 – Aufwertung Rosenplatz, 225 000 Euro.

Von Carola Hussak

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare