Informationsfahrt zu möglichen Dorfentwicklungen lockt interessierte Bürger

Wahrenholz beeindruckt Tülauer

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Interessierte Bürger der Gemeinde Tülau, aber auch Ratsmitglieder und Bürgermeister Martin Zenk (l.), besuchten am Wochenende Wahrenholz, um sich über die Möglichkeiten zur Dorfentwicklung zu informieren. 

Tülau/Wahrenholz – Die eigene Gemeinde voranbringen und das Dorfleben weiterentwickeln – das hat sich die Gemeinde Tülau auf die Fahne geschrieben.

Schon Ende Februar kamen rund 100 Tülauer zusammen, um im Rahmen des Dorfentwicklungsforums über Möglichkeiten und Notwendigkeiten in den Orten Tülau und Voitze zu sprechen (das IK berichtete). Nun hat man sich bei einer Nachbargemeinde weiteren Rat gesucht: Eine Tülauer Delegation besuchte Wahrenholz und ließ sich erläutern, wie die Umgestaltung des Ortes vonstattengeht.

Tülauer besuchen Wahrenholz

Am vergangenen Samstag erkundeten so einige interessierte Tülauer und Voitzer – darunter auch Bürgermeister Martin Zenk sowie die Ratsmitglieder Hanna Meyer und Heiner Taeger – den Dorfentwicklungsprozess in Wahrenholz. Der SPD-Ortsverein Tülau-Voitze hatte die Informationsfahrt organisiert.

Eine neue Dorfmitte

Zunächst präsentierte der stellvertretende Wahrenholzer Bürgermeister Ernst Pape den umfassenden Entwicklungsprozess zur Dorferneuerung vor: Unter dem Motto „Ein Leben lang in Wahrenholz“ entstehen im neuen Dorfzentrum Plätze für die nötige Tagespflege und altersgerechte Wohneinheiten für selbstbestimmtes Wohnen. Aber auch ein Begegnungszentrum in der umgebauten Schmiede, eine Arztpraxis und ein Gemeindezentrum mit Unterbringung der ambulanten Pflegestation sowie begleitender Nachbarschaftshilfe. In seinen Darstellungen erhielt Pape Unterstützung von Monika Taub vom Planungsbüro Warnecke. Das unterstützt auch die Gemeinde Tülau beim Dorfentwicklungsforum.

Beeindruckendes Engagement

Im Anschluss an die Präsentation sah sich der Besuch aus Tülau noch die umfangreichen Baumaßnahmen an und besuchte dafür den Informationscontainer sowie die Baustelle in der Wahrenholzer Dorfmitte. „Die Besuchergruppe war sehr beeindruckt von dem Engagement der Bürger von Wahrenholz und dem Mut und Einfallsreichtum der agierenden Gremien“, berichtet Dieter Hartmann, der die Fahrt mit organisiert hatte.

Nach den vielen Informationen gab es noch ein gemeinsames Mittagessen. Anschließend fuhr Wolfgang Haupt mit dem Trecker und Ausflugswagen die Gruppe in den Heiligen Hain. Dort rundete ein geführter Rundgang mit Christiane Salig durch den Heiligen Hain den Tag ab.

Entwicklung auch unabhängig von der Dorfregion

Die Tülauer konnten durch den Besuch in Wahrenholz einige Ideen und viele Neue Eindrücke mitnehmen. Zwar bewirbt sie die Gemeinde nochmals auf Fördermittel aus der Dorfregion, aber nach mehreren Absagen in der Vergangenheit will man auch möglichst unabhängig von diesen Planen. Erste anderweitere Förderanträge könnten bereits im Herbst gestellt werden – wenn es denn konkrete Projekte gibt.

Nächstes Treffen Mitte Mai

Die ersten Schritte dafür sind bereits erfolgt. „In Wahrenholz haben wir erfahren, dass für den gesamten Prozess Kreativität, Mut, Geduld und Ausdauer erforderlich sind“, sagt Hartmann. „Jeder Marathon beginnt mit dem ersten Schritt“, fügt Hanna Meyer hinzu. Der nächste Schritt wird mit der nächsten Zusammenkunft des Entwicklungsforums am 15. Mai um 18 Uhr in der Gaststätte Glupe in Tülau erfolgen.

VON DENNIS TESCH

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