Grundschule Rühen: Elternratsvorsitzende kritisiert Samtgemeinde-Verwaltung für Missstände

„Von der Decke tropft es“

Die Vorsitzende des Elternrates der Grundschule Rühen kritisiert deren Zustand. Foto: Archiv
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Die Vorsitzende des Elternrates der Grundschule Rühen kritisiert deren Zustand.
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Rühen. In einem Klassenzimmer der Grundschule Rühen tropft es von der Decke. Das Wasser soll in einem Eimer aufgefangen werden.

Katja Brauer, Vorsitzende des Elternrats der Grundschule, machte in einem Schreiben an das IK ihrem Unmut bezüglich der Gesamtsituation an der Grundschule Luft.

Zunächst habe ihr Schulleiter Berndt Bernats mitgeteilt, dass die Samtgemeinde vom Schaden bereits in Kenntnis gesetzt wurde. Ein Dachdecker sei vor Ort gewesen und habe festgestellt, dass die Stelle zunächst trocknen müsse. Seit vier Jahren ist Brauer Elternratsvorsitzende und seit dem würden Eltern und Schüler mit Blick auf die „klamme Situation“ im Haushalt der Samtgemeinde Brome immer wieder vertröstet, was die Mängel an der Schule betreffe. „Hinzu kommt die Ausrede des Standortkonzeptes Rühen – das wurde aber bislang noch nicht der Öffentlichkeit vorgestellt“, beklagt Brauer.

Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann bestätigte auf IK-Anfrage, von der undichten Stelle im Dach zu wissen: „Bei Starkregen oder Wind tropft Wasser aus der Decke. Um den Schaden zu reparieren muss die Dachhaut voraussichtlich großflächiger aufgenommen werden. Dies sowie die eigentliche Reparatur der Dachhaut kann nur bei trockener Witterung erfolgen.“

Wie mehrfach mitgeteilt, so Peckmann, werden für die weiteren baulichen Planungen am Standort Rühen richtungsweisende Entscheidungen des Rates benötigt. Mit Blick auf die für den Sekundarbereich anstehenden Entscheidungen sei eine Beschlussfassung vor zwei Jahren zurückgestellt und eine neuerliche Elternbefragung zur Oberschule gefordert worden. „Im Ergebnis wurde aufgrund von Lehrer- und Elternwünschen im Rat spontan ein Antrag auf eine Oberschule mit gymnasialem Zweig beschlossen, was zuvor nicht Thema war und wofür auch nicht die Voraussetzungen vorlagen“, so Peckmann. Daneben stünde immer noch eine Rückübertragung der Schulträgerschaft auf den Kreis Gifhorn als originären Schulträger im Raum. Zum weiteren Vorgehen am Standort Rühen und zur Zukunft des Sekundar-I-Bereichs findet ab dieser Woche extra ein zusätzlicher Sitzungslauf statt, um das Thema voranzubringen. „Dies sollte der Elternratsvorsitzenden auch bekannt sein“, ist die Verwaltungschefin überzeugt.

Zusätzlich zu diesem Fall kritisiert Brauer nicht nur die marode Bausubstanz, sondern auch den dadurch permanent akuten Raummangel: „Es sind keine Spezialklassenzimmer mehr für Musik und Werken vorhanden und separate Betreuungsräume fehlen.“ Dem entgegnet Peckmann: „Unabhängig von den geplanten Sitzungen wurde in den diesjährigen Haushaltsberatungen in mehreren Sitzungen deutlich herausgestellt, dass an der Grundschule Rühen am Altbau beginnend Sanierungsarbeiten vorgenommen werden – Brandschutzmaßnahmen, Fluchttreppe, Drainage – um den baulichen Zustand zu verbessern.“ Ferner würde die Grundschule Rühen den voll ausgestatteten Werkraum der Realschule nutzen, der sich im selben Gebäudekomplex befindet. Somit seien die Anforderungen des Kerncurriculums der Grundschule erfüllt.

Von Carola Hussak

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