Von der Idee zur Umsetzung

Volles Haus beim Entwicklungsforum in Tülau

+
Prall gefüllt war der große Clubraum in der Gaststätte Glupe, als sich die Bürgerinnen und Bürger dort zum Entwicklungsforum trafen. 

Tülau – Ungebrochen ist das Interesse der Bürger in Tülau und Voitze an der Entwicklung ihrer Dörfer: Nach der Auftaktveranstaltung, einer gemeinsamen Rundreise durch die Gemeinde und einem Besuch in Wahrenholz, wo die Erneuerung seit zehn Jahren läuft, versammelten sich die interessierten Einwohner nun in der Gaststätte Glupe zu einem Entwicklungsforum.

Selbst Bürgermeister Martin Zenk, einer der Hauptinitiatoren, zeigte sich überrascht: Das große Clubzimmer war vollständig besetzt.

Zenk zitierte in seiner Begrüßung einen Wahrenholzer, der gesagt hat, man müsse den Löffel in der Schublade haben, wenn es Brei gibt. Gemeint sind die Fördermittel beispielsweise für die Dorferneuerung. Der Antrag für eine Aufnahme soll erneut gestellt werden. Monika Traub vom Planungsbüro Warnecke war nach Tülau gekommen, um die Bürger weiter zu beraten. Sie hatte die Tagesordnung aufgestellt mit Sanierungsbedürftigkeit ländlicher Wege, Daseinsvorsorge und Wirtschaft, Ausgangssituation nach Ortsbegehung und Ideenwerkstatt, Umsetzungsmöglichkeiten, Förderaspekte und Eigeninitiative und als letzten Punkt: „Fragen zur weiteren Vorgehensweise.“

Zenk hatte eingangs betont, dass die Interessen der Einzelnen unterschiedlich angelegt sind. Monika Traub wies darauf hin, dass es neben den anzustrebenden Mitteln aus dem Programm der Dorferneuerung durchaus weitere Fördertöpfe gebe: Infrastrukturmaßnahmen wie ländlicher Wegebau, Basisdienstleistungen, ländlicher Tourismus, Kulturerbe und Kleinstunternehmen der Grundversorgung nannte sie als mögliche Förderobjekte aus unterschiedlichen Quellen.

In lebhaften Wortbeiträgen zeigten die Besucher weitere Möglichkeiten auf, wie angepackte Unternehmungen mit finanziellen Zuschüssen ausgestattet werden könnten. Deutlich wurde in der Debatte, dass wünschenswerte Dinge in der Gemeinde geändert werden sollen, auch wenn noch keine Fördermittel dafür zugesagt wurden. Zum einen sei damit der Dorfentwicklung aktiv gedient, zum anderen könnten selbst geschaffene Verbesserungen als gute Argumente in einem Förderantrag aufgeführt werden.

VON HORST MICHALZIK

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare