Gemeinde Tülau wartet auf Entscheidung zur Dorfregion

Ortsdurchfahrt in Voitze wird erneuert: Sanierung im September

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Die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Voitze sollte eigentlich im vergangenen Jahr über die Bühne gehen. Nun soll die Maßnahme im September umgesetzt werden.

Tülau. „Wir haben im vergangenen Jahr einiges bewegt und angeschoben. Das wird uns auch noch im nächsten Jahr beschäftigen“, berichtet Tülaus Bürgermeister Martin Zenk.

Das Baugebiet Schwerinsfeld in Tülau soll erweitert werden – und erste Verkäufe Ende 2018 erfolgen.

Als besonders ereignisreich bezeichnet der Bürgermeister den Erhalt und die Sicherung des Schulstandortes in Voitze: „Es wurde Verbundenheit gezeigt, alle haben dahinter gestanden – das ist motivierend für die Zukunft. “ Nach Meinung von Zenk sei ein politisches Umdenken notwendig, um die Bildung zu stärken. Wenn die Infrastruktur im ländlichen Raum nicht erhalten werde, blute sie aus. Baulandentwicklung ist in der Gemeinde ein weiteres Thema. Angeschoben wurde im vergangenen Jahr die Erweiterung des Baugebietes Schwerinsfeld in Tülau. „Drei bis vier Nachfragen haben wir schon. Ich hoffe, dass wir Ende des Jahres die ersten Flächen vermarkten können“, blickt Zenk auf 2018.

MartinZenk

Gespannt ist die Gemeinde, ob sie in das Projekt Dorfregion aufgenommen wird. „Eigentlich rechnen wir uns gute Chancen aus“, zeigt sich der Bürgermeister optimistisch. Fällt die Entscheidung positiv aus, dann ist im Herbst ein Workshop geplant, in dem Ideen entwickelt werden sollen. Die Einrichtung von Dorfläden, Hofvermarktung, die Gastronomie mit einbinden und die Vermarktung regionaler Produkte sind einige Stichworte, die Zenk in diesem Zusammenhang fallen lässt. Es ginge um Ansätze in der Dorfregion, die förderfähig seien. Bei dem einen oder anderen Projekt will sich die Gemeinde in punkto Umsetzung bremsen, weil es in die Dorfregion einfließen könnte. Da wäre die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, die Umrüstung der Bushaltestellen in Tülau oder auch Straßensanierungen. Warum, so der Bürgermeister, sollte man eine Förderung von 70 Prozent nicht nutzen?

In Tülau muss noch die ein oder andere Bushaltestelle barrierefrei umgebaut werden.

In den September verschoben wurde die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Voitze. Mit einfließen werden in diese Maßnahme drei Querungshilfen und die Verbreiterung einer Bushaltestelle zur Entschärfung eines Gefahrenpunktes. Die vorbereitenden Maßnahmen seien vom Wasserverband schon umgesetzt worden. Auf den Breitbandausbau durch den Landkreis Gifhorn warten alle. „Wenn die Maßnahme umgesetzt ist, haben wir das Modernste auf dem Markt“, freut sich Zenk. Sicher seien die Bürger schon ungeduldig, aber es gebe bestimmte Fristen, die eingehalten und EU-weit ausgeschrieben werden müssen. „Die Durststrecke bis dahin überwinden wir auch noch“, ist der Bürgermeister überzeugt.

Stolz ist Zenk auf die Gemeindearbeiter, die anfallende Reparaturarbeiten in Eigenregie übernehmen, und die Rentnerband, die viele Arbeiten erledigt und Unterstützung aus der Bevölkerung bekommt.

Froh ist Zenk über die konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat. Dort würde man eher als Team arbeiten als in Fraktionen. Daher gebe es neben den Ratssitzungen auch die eine oder andere interfraktionelle Sitzung, in der Dinge unkonventionell geklärt werden.

Weitere Vorhaben in diesem Jahr: Optimierung des Bauhofes, Anschaffung einer Geschwindigkeitsmesstafel und verkehrsberuhigende Maßnahmen – wenn möglich über die Dorfregion.

Von Carola Hussak

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