Kita-Rühen: Elternvertreter sauer auf Samtgemeinde / Leiterin versteht Aufregung nicht

Wie viele Spielgeräte müssen sein?

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Rutsche, Wippe, Schaukel und noch einige Spielsachen mehr sind in der Außenstelle der Kita-Rühen vorhanden. Das ist den Elternvertretern jedoch nicht genug. Der Samtgemeinde sind jedoch finanziell Grenzen gesetzt.

ola/rau Rühen. . „Wir wollen Ernst genommen werden. Es kann nicht sein, dass uns die Samtgemeinde so lange hinhält. “ Artur Stroka, einer von vier Elternvertretern der Kita-Außenstelle am Triftweg in Rühen, ist sauer. Grund für den Unmut sind die fehlenden Spielgeräte.

Seit November „werde man von der Samtgemeinde hingehalten“, passiert sei bislang noch nichts.

„Es gibt keine Rutsche, es gibt keine Wippe oder Schaukel. Ein Klettergerüst ist vorhanden, aber das ist für die 50 Kinder der Bären- und Schmetterlingsgruppe viel zu wenig“, weiß Stroka. Die Elternvertreter hätten sich bereits an die Kita-Leiterin Helga Bartels gewandt, die wiederum musste an die Samtgemeinde verweisen. „Nach einigem Hin und Her sind wir dann direkt an den Samtgemeindebürgermeister Jürgen Bammel verwiesen worden. Der meinte dazu nur, dass weniger manchmal mehr sei“, ist Stroka erbost.

„Es kann nicht sein“, so Stroka weiter, „dass wir so lange hingehalten werden“, zeigt der Elternvertreter Unverständnis. Der Frust in der Gruppe werde immer größer. Stroka betont gegenüber dem IK, dass sich der Frust keinesfalls gegen die Erzieher wende, die würden schließlich einen super Job machen. Lediglich an der Samtgemeinde übe man Kritik, die solle sich rühren und etwas zur Lösung beitragen. Schließlich bezahle man auch Beiträge – und das nicht zu knapp.

So ganz nachvollziehen kann Helga Bartels, Leiterin der Kindertagesstätte, die Aufregung nicht: „Eine Rutsche, Wippe und Schaukel sind vorhanden. Es kommt immer auf die jeweiligen Ansprüche an.“ Aber nichtsdestotrotz seien in der Außenstelle ab dem Sommer nur noch die Krippenkinder vorhanden – und für die würden bestimmte Standards gelten, was Spielgeräte betreffe. „Es wird etwas auf die Fläche kommen – aber erst im Frühjahr, wenn der Rasen richtig gewachsen ist. Der ist derzeit noch nicht dicht genug“, so Bartels. Auch Samtgemeindebürgermeister Jürgen Bammel versteht die ganze Aufregung nicht. „Das letzte Gespräch zum Thema Spielgeräte fand am 4. Januar mit drei Elternvertretern statt. Abgesehen vom geplanten Umzug haben wir versucht, den Elternwünschen nachzukommen“, erläutert Bammel im IK-Gespräch. Es gebe eine neue Hütte, Picknicktische oder Sandspielsachen – aber alles habe mit Blick auf die Finanzen seine Grenzen. „Wir können nicht aus dem Vollen schöpfen. Es ist genügend Spielzeug da, um eine pädagogische Arbeit leisten zu können. Uns ist es wichtig, dass die Kinder was lernen – und das ist unabhängig vom Spielzeug“, ist Bammel überzeugt. Schlussendlich ist es jedem überlassen, sich eine andere Kita zu suchen.

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