Viele Hochzeiten auf dieses Jahr verschoben

Samtgemeinde Brome: So wenig Trauungen wie 2020 gab es schon länger nicht mehr

Die Corona-Krise hatte im vergangenen Jahr auch Auswirkungen auf die standesamtlichen Eheschließungen in der Samtgemeinde Brome. Das Trauzimmer der Burg bleibt im Moment noch geschlossen.
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Die Corona-Krise hatte im vergangenen Jahr auch Auswirkungen auf die standesamtlichen Eheschließungen in der Samtgemeinde Brome. Das Trauzimmer der Burg bleibt im Moment noch geschlossen.
  • Hilke Bentes
    vonHilke Bentes
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Die Eheschließung markiert für Brautpaare einen ganz besonderen Tag. Was passiert aber, wenn plötzlich eine weltweite Pandemie den von langer Hand geplanten Termin auf den Kopf stellt und eine Feier mit der ganzen Familie und allen Freunden verhindert?

Brome – In der Samtgemeinde Brome war 2020 auch aufgrund der Pandemie ein Rückgang der standesamtlichen Eheschließungen zu spüren.

Im vergangenen Jahr war vieles anders. Die Pandemie hatten Schatten auf Trauzimmer des Bromer Rathauses gezogen. Auch im Kellergewölbe der Bromer Burg hieß es plötzlich: Nur eine bestimmte Anzahl an Personen ist an diesem Tag erlaubt, um die geltenden Kontaktbeschränkungen aufrecht zu erhalten. In 2020 musste im Standesamt immer wieder auf neue Verordnungen reagiert werden: Mal waren zwei Trauzeugen erlaubt, dann wieder nicht. Für die Standesbeamtin Anke Behne und die betroffenen Brautpaare waren das schwierige Zeiten, in denen immer wieder umgeplant werden musste.

Und die Zeit der Pandemie hält immer noch an. Im Moment gibt es keine Trauungen in dem beliebten Bromer Burggewölbe. Und im Trauzimmer des Rathauses sind jetzt nur das Brautpaar und die Standesbeamtin zugelassen.

Durch diese Vorgaben haben einige Brautpaare schon im vergangenen Jahr ihre Schlüsse gezogen und den Termin am Standesamt verschoben, wie Behne auf IK-Nachfrage bestätigt. Ein Blick auf die Zahlen der vergangenen Jahre zeigt: Die Zahl der Trauungen in der Samtgemeinde Brome war in den letzten fünf Jahren nie so niedrig wie 2020. „Gewisse Schwankungen gibt es immer“, erklärte die Standebeamtin. Aber mit 36 Trauungen blieb 2020 deutlich hinter den Vorjahreszahlen zurück. Spitzenreiter war mit 61 Trauungen sicher das Jahr 2018. Aber auch 2017 konnten 58 Brautpaare in der Samtgemeinde die Ehe schließen.

Durch die Corona-Krise hätten einige Brautpaare den Termin abgesagt und auf dieses Jahr verschoben, so Behne. Andere hätten mit Blick auf das bestehende Platzangebot auch nach größeren Trauzimmern gesucht. In der Samtgemeinde bleibt die Hoffnung, dass sich auch bald bei den Trauungen wieder Normalität einfindet.

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