Geschenke aus Nächstenliebe

Verein "Ehra-Lessien, ein Dorf – ein Team" packt 60 Schuhkartons für Kinder

Als Heinzelmännchen agierten Männer und Frauen des Fördervereins Ehra-Lessien, ein Dorf – ein Team: Sie verwandelten 60 Schuhkartons in Geschenkpakete für Kinder.
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Als Heinzelmännchen agierten Männer und Frauen des Fördervereins Ehra-Lessien, ein Dorf – ein Team: Sie verwandelten 60 Schuhkartons in Geschenkpakete für Kinder.

Ehra-Lessien – In ein Weihnachtspostamt verwandelten Männer und Frauen des Vereins Ehra-Lessien, ein Dorf – ein Team ihr Domizil Mosaik an der Gifhorner Straße in Ehra am Dienstagnachmittag.

Zugleich betätigten sie sich als Heinzelmännchen, denn es galt, aus 60 Schuhkartons Geschenkpäckchen für sozialschwache und Flüchtlingskinder zu machen. Die Empfänger sind Kinder vom Baby bis zum Teenager, und es wurde darauf geachtet, dass alle Päckchen gleichwertigen und altersgerechten Inhalt haben.

Die Tische im Mosaik quollen förmlich über und boten einen Anblick, der selbst einem gestandenen Nikolaus das Herz hätte höherschlagen lassen. Bücher, Brettspiele, Puppen, Kuscheltiere, Zahnbürsten und weitere Hygieneartikel, jede Menge Süßigkeiten aber auch gespendete nagelneue Markenjacken und -westen und weitere gestiftete Kleidung: Die Kinder in der Wohnanlage auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz dürfen mit großer Vorfreude die letzten Tage zählen, bevor wieder der Weihnachtsmann mit seinen Helfern die Geschenke verteilt.

Dabei sind die Umstände gar nicht so, dass diese Jungen und Mädchen überhaupt etwas zu Weihnachten erwarten durften, denn die Eltern hätten sicher gern beschert, doch mangelt es ihnen an Mitteln.

Martin Heeschen vom Arbeitskreis Mosaik hält die Verbindung zur Anlage und hatte eine Liste mitgebracht, auf der alle Kinder mit Alter und der Angabe männlich oder weiblich aufgeführt waren. Damit wird vermieden, dass ein 16-Jähriger einen Strampler oder ein Junge ein Schminktäschchen bekommt. Martin Heeschen gehörte mit seiner Frau Gisela denn auch zu den fleißigen Helfern, die Karton für Karton mit den kleinen Kostbarkeiten bestückten.

Auch die Vereinsvorsitzende, Jenny Reissig, brachte sich ein, tatkräftig unterstützt von ihrem vierjährigen Enkel Damion, der besonders beim Öffnen der noch leeren Kartons einiges an Geschick bewies. „In den Päckchen ist alles, was man sich als Geschenk für Kinder vorstellen kann“, erklärte Jenny Reissig. Die Idee sei spontan im Arbeitskreis entstanden, und habe auch im zweiten Jahr ein atemberaubendes Echo gefunden. Sach- und Geldspenden habe es reichlich gegeben, sodass die Bescherung in diesem Jahr noch üppiger sein wird als im Vorjahr.

Nur eines machte die Organisatoren nachdenklich: Obwohl immer wieder darauf hingewiesen wurde, dass auch Kinder bedacht würden, die nicht im Camp Lessien wohnen, wenn sie bedürftig sind, meldete sich niemand. Obwohl der Stolz der Eltern und die dadurch bedingte Scheu verständlich sind: Leidtragende sind die Kleinen.

VON HORST MICHALZIK

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