Polizei Brome: In der Not kommt Hilfe aus Gifhorn oder benachbarter Region

Nur Verbund ist aufgelöst

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Erstmal bleibt es dabei: Die Polizeistation in Brome bleibt nur tagsüber besetzt.

Brome. Die Umgestaltung der Dienste in der Polizeistation Brome, dass dort kein 24-Stunden-Dienst mehr geleistet wird, sorgte in den vergangenen Monaten in Teilen der Bevölkerung für Verunsicherung (das IK berichtete).

In einer Sitzung mit Vertretern der Samtgemeinde und der Gemeinde Brome Ende Mai, erläuterten der Leiter der Polizeiinspektion (PI) Gifhorn, Michael Feistel, der Leiter Einsatz der PI Gifhorn, Oliver Suckow, und der Leiter des Polizeikommissariats Wittingen, Martin Jendrichowski, den Organisationsaufbau der PI Gifhorn, präsentierten die aktuelle Einsatz- und Kriminalitätssituation in der Region und beantworteten alle Fragen der Teilnehmer.

„Die Polizeistation Brome ist Teil des Polizeikommissariats Wittingen und war als solche, auch vor der Umgestaltung der Dienste, nicht jeden Tag rund um die Uhr mit Beamten besetzt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Lediglich ein organisatorischer Verbund zwischen den Polizeistationen Weyhausen und Brome, welche sich abwechselnd die Nachtdienste teilten, sei aufgelöst worden. Die polizeiliche Präsenz soll, auch nach der Veränderung, zu keiner Zeit aufgegeben werden. Demnach soll die Dienststelle in Brome jeden Werktag zu den üblichen Geschäftszeiten sowie auch teilweise an den Wochenenden besetzt sein. In der übrigen Zeit wird das Gebiet der Samtgemeinde Brome durch Streifenwagen aus Wittingen betreut. Notrufe und Soforteinsätze werden durch die Leitstelle in Gifhorn koordiniert. Je nach Dringlichkeit kommen auch Einsatzfahrzeuge aus dem Raum Gifhorn, oder in besonderen Fällen aus benachbarten Regionen, zum Einsatz.

„In dem Gespräch wurde gesagt, dass die Polizeipräsenz erhöht werden soll – das hat zumindest schon einmal einen positiven emotionalen Effekt. Allerdings glaube ich nicht, dass die Präsenz tatsächlich erhöht wird“, äußert Bromes Bürgermeister Gerhard Borchert auf IK-Anfrage. In Brome würden sich die Straftaten in Grenzen halten. Dieses Argument nannte Feistel bereits im IK-Gespräch Mitte Mai. Da hieß es, dass es im Landkreis Bereiche mit anderen Kriminallagen gebe, da sei es im Nord- beziehungsweise Ostkreis entspannter. Hinzu kommt, dass ein 24-Stunden-Dienst generell nicht in Polizeikommissariaten üblich sei.

Von Carola Hussak

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