Zu wenig Platz und Mängel an Bausubstanz in Parsauer Kindertagesstätte „Fliegenpilz“

Veränderte Bedingungen

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Der Gemeinderat Parsau hatte sich fast vollständig eingefunden, um sich in der Kindertagesstätte „Fliegenpilz“ umzusehen. Dort kommt die Bausubstanz an ihre Grenzen, es mangelt an Platz und einige Dinge müssen modernisiert werden.

Parsau. Die Kindertagesstätte „Fliegenpilz“ in Parsau steht für eine seit 1987 andauernde Erfolgsgeschichte, verzeichnete über die Zeit ihres Bestehens eine stete Unterstützung des Gemeinderates und ist in der Samtgemeinde Brome einzigartig.

Denn anders als ähnliche Einrichtungen wird sie von einem Förderverein getragen, der sich einst gründete, weil es an Kindergartenplätzen weit und breit mangelte. Doch die Entwicklung bedeutet auch, dass die Bausubstanz an ihre Grenzen kommt, es an Platz mangelt und einige Dinge modernisiert werden müssten.

Was vor 30 Jahren an räumlichen Voraussetzungen völlig ausreichend war, bedeutet heute einen Mangel. Über den offenen Kindergarten aus dem Jahr 2000 über die Ganztagsbetreuung mit Mittagessen von 2009 haben sich die Rahmenbedingungen verändert, und sie tun es immer noch. Deshalb hat sich der Förderverein mit der Vorsitzenden Nadine Polle vor kurzer Zeit in einem Antrag an den Gemeinderat Parsau gewandt, und der hat prompt reagiert, fand sich kurze Zeit später in der Kita ein, um sich von den Gegebenheiten zu überzeugen.

Der Handlungsbedarf für die Erneuerung der Küche bestehe schon länger, doch komme jetzt die anstehende Gebührenfreiheit hinzu, die eine steigende Nachfrage für eine Betreuung über die Mittagszeit mit sich bringe. Gab es einst eine „Kaffee-/Teeküche für zwischendurch, so habe sich inzwischen die Anzahl der Betreuungsplätze auf 50, die der Erzieher und Servicekräfte auf sechs erhöht. Die Vorschriften bezüglich der Verpflegung, Arbeitssicherheit und Hygiene seien anders geworden, die Betreuungszeiten hätten sich auf ganztags verändert.

Die Leiterin, Katrin Dömland, fand großes Interesse, als sie erläuterte, wie eng der Raum geworden ist, beispielsweise für die Mittagsruhe. Bürgermeisterin Kerstin Keil unterstrich, dass der Gemeinderat bereit sei, soviel wie möglich dazu beizutragen, dass die von allen Seiten hoch gelobte und intakte Kindertagesstätte ihre Arbeit fortsetzen kann. „Wir suchen hier keine Flickenlösungen“, hieß es aus dem Gemeinderat, „wir wollen die Sache grundsätzlich anpacken, auch mit einer aufwändigen Lösung.“

Von Horst Michalzik

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