Unbekannte randalieren im Ort und verunstalten den Dorfplatz

Vandalismus in Wiswedel

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Das Hexenhäuschen wird jedes Jahr gemeinsam mit dem Weihnachtsbaum auf dem Wiswedeler Dorfplatz aufgestellt. Unbekannte Täter haben es beschädigt.

acb Wiswedel. Ein Bild der Verwüstung bot sich der Wiswedeler Dorfgemeinschaft am Morgen des 27. Dezembers. Unbekannte hätten in der Nacht zuvor im Dorf mehrere Sachbeschädigungen und Ordnungswidrigkeiten begangen, wie jetzt die Dorfgemeinschaft mitteilt.

Jedes Jahr werden vonseiten der Dorfgemeinschaft ein Weihnachtsbaum und ein Hexenhäuschen auf dem Dorfplatz aufgestellt. „In der Nacht des 26. Dezembers nun haben vermutlich mehrere Personen nicht nur das Häuschen beschädigt, indem sie es umgeworfen haben, sondern auch neun bis zehn Lampen aus der Lichterkette des Baumes, in Greifhöhe, herausgeschraubt und auf dem Boden zerschlagen“, wie die Wiswedelerin Elisabeth Reich berichtet. Weiterhin seien am Dorfausgang Richtung Voitze mehrere Leitpfosten aus der Erde herausgerissen sowie von einer anderen Dorfbewohnerin die Hortensien abgeschnitten worden.

„Eigentlich ist Wiswedel ein Ort der Beschaulichkeit“, erzählt Reich, „Es ist schön, zu sehen, was alles geleistet werden kann, wenn die Dorfgemeinschaft zusammenarbeitet.“ So gebe es jedes Jahr mehrere gemeinsame Aktionen wie das Kürbissschnitzen zu Halloween oder das Schmücken des Dorfplatzes für die Osterfeiertage. „Das macht es umso bitterer zu sehen, dass diese Mühe von manchen Personen nicht geschätzt wird und blinde Zerstörungswut am Ende vielleicht sogar dazu führt, dass solche gemeinschaftlichen Aktionen nicht mehr stattfinden. Wir jedenfalls lassen uns dadurch nicht unterkriegen, werden das Häuschen wiederaufbauen und auch weiterhin den öffentlichen Raum gestalten“, so Reich.

Die Taten will die Dorfgemeinschaft aber nicht zur Anzeige bringen, weil ihnen dieser Weg wenig erfolgversprechend erscheine. Thomas Reuter, Sprecher der Polizeiinspektion Gifhorn, erklärt, dass die Polizei bei Sachbeschädigungen auf eine Anzeige angewiesen sei, um die Tat strafrechtlich verfolgen zu können. Bei Ordnungswidrigkeiten, wie dem Ausbuddeln der Leitpfosten, sei die Samtgemeinde zuständig. Für solche Vergehen, wie sie in Wiswedel vorgefunden wurden, werde meist eine Geld- oder Freiheitsstrafe verhängt. „Dabei wird die Person des Täters berücksichtigt, wie zum Beispiel sein Alter“, erklärt Reuter. „Jugendliche bekommen meist eine Ermahnung oder müssen Sozialstunden leisten.“

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