Aus einem alten Infostand will der NBL zusammen mit Grundschülern ein Insektenhotel bauen

Upcycling in Brome

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An der Waldschule in Tülau entstand im letzten Jahr ein ähnliches Insektenhotel.

Brome. In Brome entsteht bald ein neues Hotel: Es soll von Grundschülern gebaut werden und Insekten beherbergen. Der Naturschutz Bromer Land will die Aktion ins Rollen bringen.

„Vor einiger Zeit hat der Flecken Brome einen defekten Infostand ausgemustert“, berichtet der Naturschützer Gerd Blanke im IK-Gespräch. Man sei mit der Bitte an den Naturschutz Bromer Land (NBL) herangetreten, daraus ein Insektenhotel zu bauen. „Das schwere Eichengerüst bietet eine gute Grundlage“, so Blankes fachmännische Einschätzung.

„Upcycling“ ist das neudeutsche Trendwort dafür. Dabei werden Abfallprodukte oder Ausrangiertes in neuwertige Produkte verwandelt. Es ist somit das Gegenteil vom klassischen Recycling, bei dem etwa Müll in seine Bestandteile zerlegt wird, um diese dann wiederzuverwerten.

Gerd Blanke hat schon einmal vorgearbeitet: Der defekte Infostand des Flecken Brome wurde instandgesetzt und das Dach erneuert. Schüler aus Brome sollen das Gerüst bald mit Schilf und mehr füllen, um Insekten zu beherbergen. 

Genau das hat auch Blanke vor. Er hat schon einmal angefangen: „Nun ist das Gerüst instand gesetzt und das Dach erneuert.“ In neuer Pracht steht somit die Grundlage für das neue Insektenhotel. „Auch der spätere Innenraum ist eingepasst“, freut sich Blanke. Für den Transport werde der Kasten aber erst einmal wieder ausgebaut. Denn Blanke wird die Insektenappartements nicht im Alleingang bauen. „Wenn das gute Stück am Großen Ohresee steht, soll die Fertigstellung vor Ort erfolgen“, erklärt Blanke. „Der Innenausbau soll mithilfe von Grundschülern aus Brome erfolgen.“

Die Schule wisse noch nichts von dem Projekt, aber Blanke setzt auf eine gute Zusammenarbeit. Der NBL hat im vergangenen Jahr ein ähnliches Projekt an der Waldschule Tülau-Voitze realisiert. „Die Kinder lernen am praktischen Beispiel etwas über gefährdete Wildinsekten.“ Es werden gemeinsam etwa Löcher in Holzblöcke gebohrt oder Schilfrohre zurechtgeschnitten. Sogenannte Solitärbienen fliegen diese Löcher an, um Eier und Nektar abzulegen. Beim Aufbau und beim Beobachten der Tiere sollen die Schüler viel lernen.

Von Dennis Tesch

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