Bürgermeister bittet Bürger Mithilfe

„Eine Riesenschweinerei“: Unbekannte entsorgen Müll und Reifen an Rühener Kriegsgräberstätte

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Zum wiederholten Male wurden Reifen und Felgen an der Rühener Kriegsgräberstätte illegal entsorgt. Die Gemeinde trägt die Kosten für die Entweihung des Platzes. Bürgermeister Karl Urban will die Verantwortlichen ermitteln und bittet um Mithilfe.

Rühen. Die Kriegsgräberstätte bei Rühen wird immer wieder durch illegal abgelegten Unrat entweiht. Bürgermeister Karl Urban will das nicht länger hinnehmen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Rühens Bürgermeister Karl Urban findet im IK-Gespräch klare Worte: „Das ist eine Riesenschweinerei.“ Schon wieder haben Unbekannte diversen Unrat an der Kriegsgräberstätte bei Rühen abgelegt. „Eine Schande ist das“, ärgert sich Urban. „Diese Leute haben keine Ehrfurcht.“ Kürzlich wurden laut Urban zum wiederholten Male alte Reifen abgelegt. „Zwölf Stück habe ich gezählt. Da muss doch jemand mit dem Anhänger kommen oder sogar mehrmals fahren“, vermutet Urban. Immer wieder wurden in der Vergangenheit auch blaue Säcke mit Hausmüll gefunden.

Illegale Müllentsorgung an sich sei schon ein Problem und nicht nachzuvollziehen, gebe es doch vielerorts legale und saubere Möglichkeiten, seinen Müll loszuwerden. Dies aber ausgerechnet an einer Kriegsgräberstätte zu tun sei besonders verwerflich. „Da fehlt jegliche Moral“, hält Urban fest. Zu dem Angriff auf die Würde des Platzes und dem symbolischen Akt der Missachtung der Kriegsopfer kommt bei der Müllentsorgung auch ein praktisches Ärgernis hinzu: „Die Gemeinde muss den Unrat entsorgen, die Kosten dafür trägt die Allgemeinheit“, erklärt Urban. Fair sei das nicht.

Auch machten die Unbekannten damit die Bemühungen der Gemeinde zunichte, die Umgebung der Kriegsgräberstätte ansprechend zu gestalten: „Die haben schon zweimal die Bepflanzung geklaut“, berichtet Urban. „Das muss man sich mal vorstellen.“ Vor Kurzem erst wurden neue Tische und Bänke aufgestellt, die Beete wiederhergestellt.

Dass nun wieder Reifen und Felgen abgeladen wurden, zeuge von der Skrupellosigkeit der Täter. „Diese Leute müssen ermittelt und bestraft werden“, fordert Urban. Dazu bittet er alle Bürger zur Aufklärung beizutragen und „die Augen und Ohren offen zu halten“. Wer etwas Verdächtiges beobachtet, soll sich, wenn möglich, Kennzeichen und andere Identifikationsmerkmale notieren und diese melden, gerne auch dem Rathaus unter (05367) 1806.

Von Dennis Tesch

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