Anschlusskosten belaufen sich auf 111 300 Euro

Nahwärme für das Bromer Freibad

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Der Bauausschuss der Samtgemeinde Brome gab einstimmig seine Empfehlung ab, das Bromer Freibad mit Nahwärme aus einer Biogasanlage zu versorgen.

Brome. Unabhängig von einer Grundsanierung und Modernisierung des Bromer Freibades, besteht dringender Handlungsbedarf bei der Beheizung.

Wie Manuela Peckmann, allgemeine Verwaltungsvertreterin der Samtgemeinde Brome, in der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstagabend anmerkte, würden zwei Alternativen vorliegen.

Die Versorgung des Bades durch Nahwärme. Deren Anschlusskosten an die Biogasanlage von Ehrhardt Kremeike würde die Samtgemeinde etwa 111 300 Euro kosten. Alternativ könnte die vorhandene Wärmepumpe durch den Einbau eines zweiten Wärmetauschers repariert werden Kosten: 30 000 Euro. Die derzeitige Anlage soll laut Vorlage nur noch eine Restnutzungsdauer von fünf Jahren haben.

Einstimmig gab der Ausschuss seine Empfehlung für die Nahwärmeversorgung ab. Gleichzeitig soll ein Fachingenieurbüro mit der Umsetzung der Maßnahme beauftragt werden. Zusätzlich wird zur Abschreibung der derzeitigen Wärmepumpenanlage in Höhe von 25 545 Euro im Haushaltsplan 2014 zur Verfügung gestellt. Peckmann stellte zudem in Aussicht, dass man zusätzlich auch die Grundschule und das Rathaus mit Nahwärme versorgen könnte und so ein Gesamtpaket erhalte.

„Wir haben viele Gesprächsrunden zu diesem Thema gedreht“, meinte Heino Meyer (CDU). Auch wenn die Versorgung durch Nahwärme das Risiko von steigenden Kosten berge, sollte sich das Erneuerbare-Energien-Gesetz ändern, die Existenz des Freibades würde so aber abgesichert. Allerdings soll der angebotene Grund- und Arbeitspreis für Dauer des Vertrages bis zum 31. Oktober 2026 garantiert werden.

Der vorliegende Vertragsentwurf siehte Mindestabnahme und eine Höchstmenge vor. Für die Wärmeübertragung in die Becken werden zusätzliche Wärmeüberträger, Leitungen und Teilstrompumpen für die Wärmetauscher benötigt. Die Installationskosten von rund 60 000 Euro trägt die Samtgemeinde. Die laufenden Betriebskosten betragen zwischen 28 274 bis 32 674 Euro.

Swantje Baruschke (Grüne) wollte wissen, ob es eine Auflistung sämtlicher Maßnahmen, zu der auch die Grundschulsanierung die Versorgung der Straßenlaternen mit LED-Leuchten zählen, gebe. Dann könnte man eventuell als Gesamtpaket eine Förderung beantragen. Die Verwaltung will das prüfen.

Von Carola Hussak

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