„Tumbe“ Parolen und Beschädigung – Um Meldung wird gebeten

Vandalismus in der Samtgemeinde Brome nimmt gefühlt zu

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Massenweise Aufkleber verschandeln Brome und Parsau, dazu kommt es immer wieder zu Sachschaden durch sinnlosen Vandalismus. Das verursacht Kosten und schadet der Gemeinschaft.

Brome / Parsau – In die Landschaft geworfener Müll, herausgerissenes Pflaster und massenweise Aufkleber: Der Vandalismus in der Samtgemeinde Brome scheint zuzunehmen. Er wird zur Belastung für Verwaltung, Bürger und Ehrenamtliche.

Immer wieder finden sich in der Samtgemeinde Brome wilde Mülldeponien (das IK berichtete mehrfach). Das Problem ist nicht nur in Rühen und Brome, wo Abfälle oft sogar am Ohresee oder dem Naturlehrpfad abgelegt werden, bekannt. Auch Ehra-Lessiens Bürgermeister Jörg Böse kann dem rücksichtslosen Verhalten mancher Menschen nur ungläubig gegenüberstehen. So musste er sich erst vor Kurzem wieder über Hausmüll, Pappe und Plastikabfälle ärgern, die jemand einfach an den Glascontainern auf dem Schützenplatz abgeladen hatte.

Doch es geht nicht nur um Müll, immer wieder kommt es auch zu teils ärgster Sachbeschädigung. So stellte Bromes Bürgermeister Gerhard Borchert in den letzten Tagen „massive Vandalismusschäden im Bereich des Ohresees, insbesondere an den Gehwegen“ fest. „Pflastersteine wurden herausgerissen und in die Landschaft geschmissen“. Das bereite unnötige Arbeit und koste die Gemeinde Geld. Vandalismus trifft aber auch immer wieder Ehrenamtliche. So zerstörte etwa ein Böller am Bromer Sportheim die Decke und einige Lampen. Eine sinnlose Tat, die – wie auch das Absägen der Königseiche der Schützengesellschaft Brome vor zwei Jahren – ehrenamtliche Vereinsmitglieder belastet.

Seit Kurzem tauchen nun besonders in Parsau und Brome vermehrt Aufkleber mit „tumben Parolen“, wie Parsaus Bürgermeisterin Kerstin Keil es ausdrückte, auf – erst viele kleine, mittlerweile auch große. An Straßenschildern, Regenrinnen und Bushaltestellen wurden sie angebracht, teils in drei Metern Höhe. In Parsau wurden Schaukästen der Gemeinde und der Kirche verschandelt. „Die Gemeinde wird Anzeige erstatten“, sagt Keil, auch wegen grober Sachbeschädigung. Ein Bromer merkte im IK-Gespräch an, dass schon lange auch viele andere Aufkleber zu finden seien. „Aber egal ob rechts, links oder lustige Sprüche“, sagt er, „das gehört hier nicht her.“ Er selbst habe schon oft welche abgekratzt, das gelte auch für viele seiner Bekannten.

„Das kostet nicht nur viel Geld und Zeit, sondern schadet auch der Gemeinschaft“, bringt Borchert es auf den Punkt. Alle Bürger der Samtgemeinde sind angehalten, mit offenen Augen durch die Orte zu gehen und auffällige Beobachtungen der Verwaltung oder der Polizei zu melden.

VON DENNIS TESCH

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