Jugendpflege der Samtgemeinde Brome hat viel zu tun / Bedarf an Einzelgesprächen gestiegen

Treffs und Aktionen gut besucht

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Das Beachvolleyball-Turnier musste wegen des Wetters im vergangenen Jahr in den August verschoben werden. Das Turnier wird in jedem Jahr gut angenommen. 

Brome. Großes Lob zollte Angela Grunau-Janke, Vorsitzende des Jugend-, Sport- und Sozialausschusses der Samtgemeinde Brome, der Samtgemeinde-Jugendpflege während der jüngsten Sitzung:

„Sie haben nicht nur ganz tolle Arbeit im vergangenen Jahr geleistet, sondern auch ein ganz tolles Ferienprogramm auf die Beine gestellt.“ 

Im vergangenen Jahr mussten die Verträge in Jugendarbeit von Honorar auf Mitarbeiter umgestellt werden. Zusätzliche Kräfte wurden über Übungsleiterverträge – bis 2400 Euro jährlich – eingestellt. Jugendpflegerin Christina Jensch half beim Ermitteln der Tarifgruppe für die festen Mitarbeiter und beim Entwerfen der Übungsleiterverträge.

Besuche, Gespräche, Organisation

Christina Jensch.

Jensch verwaltete und betreute 15 feste Mitarbeiter und etwa zehn Übungsleiter. Dazu zählten regelmäßige Besuche der Jugendtreffs und Gespräche mit den Betreuern vor Ort. Weiterhin war die Jugendpflegerin Ansprechpartnerin für alle dienstlichen Belange und Unsicherheiten der Mitarbeiter. Einmal im Monat fand eine gemeinsame Dienstbesprechung statt, in der organisatorische Dinge geregelt, aber auch Fragen und fachliche Interessen der Beschäftigten sowie Themen wie Kinderschutz, Arbeitssicherheit und Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst besprochen wurden.

Besucherzahlen in den Jugendtreffs sind konstant

Zurzeit betreibt die Jugendpflege fünf Jugentreffs – Bergfeld, Brome, Ehra, Parsau, Rühen. Die Besucherzahlen sind fast konstant geblieben. Zusätzlich wird in allen Treffs an einem Tag in der Woche ein Kindertreff (sechs bis zwölf Jahre) angeboten, der sich großer Beliebtheit erfreut. Der Jugendtreff in Tiddische musste 2017 mangels Besucher schließen. Hauptsächlich die Jugendtreffs in Brome und Parsau werden von Flüchtlingskindern und -jugendlichen besucht. Darauf mussten sich die Beschäftigten einstellen – insbesondere, was das Essen und die Kultur betraf. „Die Flüchtlinge haben sich sehr gut in die Treffs integriert“, heißt es im Bericht der Jugendpflege. Durch den engen Kontakt von verschiedenen Nationalitäten sei auch die Toleranz gewachsen.

Wie Jensch in ihrem Bericht fortführte, wurden im vergangenen Jahr 13 Anträge auf Bezuschussung für Fahrten und Lager gestellt, von denen nur zehn bewilligt werden konnten. Die anderen drei hatten die Vereinbarung zum Kinderschutz beim Landkreis Gifhorn nicht unterzeichnet. Die Gesamtförderung betrug etwa 3500 Euro.

Unbürokratische Hilfe vom DRK

In der Samtgemeinde Brome gibt es eine nicht geringe Anzahl von Familien, denen es nicht möglich ist, ihre Kinder für Ferienfreizeiten anzumelden oder am Ferienprogramm teilnehmen zu lassen. Bei den Ferienfreizeiten werden diese unbürokratisch und schnell vom ortsansässigen DRK unterstützt. Jensch erläuterte in ihrem Bericht, dass das DRK auch immer mal wieder eigenständig nachfragt, wer seine Hilfe benötigt. Das DRK übernimmt ganz oder teilweise die Kosten für die Ferienfreizeiten. Auch was Weihnachtsgeschenke betrifft, kümmert sich das DRK in vorheriger Absprache mit den Familien. Jensch stellt Erstkontakte mit anderen unterstützenden Stellen her, wie zum Beispiel dem Familienbüro, Bildung und Teilhabe oder der Arbeiterwohlfahrt.

Bedarf an Einzelgesprächen ist gestiegen

Regelmäßig berät Jensch Kinder und Jugendliche zu verschiedenen Problematiken und leitet an die zuständigen Stellen weiter. Diese Einzelgespräche sind nach Aussage der Jugendpflegerin im vergangenen Jahr erneut angestiegen. Dazu zählten auch mehrfache Gespräche mit den Kindern und Jugendlichen, deren Eltern und mit dem Jugendamt Gifhorn. Mehrfach musste Jensch in aktuellen Krisen beratend und unterstützend eingreifen, bis die zuständigen Stellen aktiv wurden. Eine Meldung zur Kindeswohlgefährdung musste an den Krisendienst des Jugendamtes Gifhorn gesandt werden.

Sehr gut angenommen wurden das Oster-, Sommer- und Herbstferienprogramm. Das Beachvolleyballturnier wurde genauso wieder veranstaltet wie die Ferienfreizeit am Arendsee oder in Grömitz. In den Oster- und Herbstferien wurde im Schulungszentrum in Almke ein Kurs zum Erlangen der Jugendleiterkarte angeboten. Sechs Personen aus der Samtgemeinde Brome nahmen daran teil. Vier davon arbeiten jetzt für die Jugendarbeit der Samtgemeinde Brome.

Von Carola Hussak

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