Kinder aus Baugebieten „An der Pappel“ und „Am Findling“ nutzen unsichere Abkürzung

Tiddische: Petition für Fußweg und Licht

Ziel der Petition: Ein Fußweg an der Bergfelder Straße.
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Ziel der Petition: Ein Fußweg an der Bergfelder Straße.

Tiddische – Jürgen Boger aus Tiddische hat eine Petition gestartet. Ziel ist eine Verlängerung des Fußweges der Bergfelder Straße. „Einen sicheren Schulweg gibt es zwar – dieser ist aber doppelt so lang“, erklärt Boger im IK-Gespräch.

Und wie es bei Kindern nun mal sei, nutzten sie daher eine – gefährliche – Abkürzung.

Der Weg über die Bergfelder Straße ist zwar deutlich kürzer als der Drömlingsweg, allerdings gilt dort Tempo 100. „Einige Zeit wurde dabei noch die sichere Abkürzung über den Friedhof genommen. Dass die Angehörigen der Verstorbenen davon nicht begeistert waren, ist verständlich“, meint Boger. Die Sicht der Kinder müsse man verstehen können, meint Boger. Diese wollten natürlich nicht einen doppelt so langen Weg in Kauf nehmen.

Verlängerung des Fußwegs „überfällig“

Eine Verlängerung des Fußweges sei jedoch ohnehin längst überfällig, meint Boger. Die ersten Häuser „An der Pappel“ standen 2005. Seit dieser Zeit sei der Fußweg an der Bergfelder Straße vonnöten. Vor etwa fünf Jahren kam das Baugebiet „Am Findling“ dazu und damit noch weitere Schulkinder. Boger weist darauf hin, dass in der Straße „Am Findling“ viele junge Familien gebaut haben, deren Kinder allein schon ein Drittel der in Tiddische vorhandenen Kindergartenplätze füllen – 22 Kinder lebten insgesamt nur in der einen Straße.

„Diese Kinder werden bald in die Schule gehen müssen und werden froh sein, einen sicheren, beleuchteten und kurzen Weg zu den Bushaltestellen nehmen zu können.“ Auch das Thema Beleuchtung liegt Boger sowie den Unterzeichnern der Petition am Herzen. Denn die letzte Laterne von der Ortsmitte aus ist an der Einfahrt zum Rekenweg, dahinter ist die gesamte Bergfelder Straße unbeleuchtet – und äußerst gefährlich durch die vielen Baumwurzeln in den Fußwegen. Der Abschnitt liegt jedoch außerhalb der Gemeindegrenze.

Um die Bergfelder Straße aktuell sicher zu queren, müsse man ein erhebliches Stück die Straße aufwärts zum Rekenweg gehen, wo ein Überweg ist. Das verdoppele noch einmal den Umweg. Dieser Überweg liegt auf dem Weg, wenn man direkt über die Bergfelder Straße geht. „Zum Rekenweg muss man auch, wenn man zum Bürgerhaus, zu den Sportanlagen, zu den Bushaltestellen oder zum einzigen Spielplatz möchte, was in jedem Fall etwa 500 Meter Umweg pro Richtung ergibt“, erklärt Boger.

In dem Zuge könnte sich Boger ebenfalls vorstellen, die Ortstafel zu verlegen. Denn dies hätte gleich zwei positive Effekte. Zum einen würde es das Problem der Lärmbelästigung lösen, wenn dort Tempo 50 gilt. Zum anderen die Sicherheit an dem – hoffentlich – neu entstandenen Fußgängerweg erhöhen.

Bisher 53 Unterschriften für Petition

Bis Redaktionsschluss hatten bereits 53 Menschen die Petition unterschrieben. In den Kommentaren teilen viele der Unterstützer die Sicht Bogers. Eine Rollstuhlfahrerin bemängelt den Weg, da sie oft dort entlang müsse. Viele Eltern fordern ebenfalls, dass ein sicherer Schulweg gewährleistet sein müsse. Der Weg zur Bushaltestelle und zum Kindergarten berge Gefahren, schreiben andere. Auch die Lärmbelästigung wird bemängelt. VON MAX A. MORRISON

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