Gifhorner Kreis-Verkehrsausschuss spricht sich einstimmig für Tariferhöhung aus

Taxifahrten im Kreis Gifhorn werden teurer

Taxifahrten im Landkreis Gifhorn werden teurer. Der Verkehrsausschuss des Landkreises Gifhorn befürwortete jedoch eine deutlich geringere Tariferhöhung, als der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen gefordert hatte.
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Taxifahrten im Landkreis Gifhorn werden teurer. Der Verkehrsausschuss des Landkreises Gifhorn befürwortete jedoch eine deutlich geringere Tariferhöhung, als der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen gefordert hatte.

Landkreis Gifhorn. Einer Tariferhöhung für Taxifahrten stimmte nun der Verkehrsausschuss des Landkreises Gifhorn in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zu. Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) hatte jedoch eine deutlich höhere Anpassung beantragt.

Der Ausschuss sprach sich für eine Erhöhung des Grundpreises von 3,60 auf 3,70 Euro aus (der GVN hatte 4,20 Euro gefordert). Bei der Wegstreckenberechnung bis zu vier Kilometern trug der Aussschuss die Forderung des GVN auf eine Erhöhung von 2,10 auf 2,20 Euro pro Kilometer mit.

Bei mehr als vier Kilometern stimmte der Ausschuss einer Anhebung von 1,80 Euro auf 1,90 Euro (GVN-Antrag: 2 Euro) pro Kilometer zu. Bei den Wartezeiten schmetterte der Ausschuss die vom GVN geforderte Erhöhung von 25 auf 35 Euro pro Stunde ab und hob stattdessen auf 27 Euro pro Stunde an. „Wenn wir dem GVN-Antrag gefolgt wären, lägen wir mit den Taxi-Preisen deutlich an der Spitze“, erklärte Ausschussvorsitzender Siegfried Weiß. Der GVN hatte Erhöhungen von rund 12,5 Prozent gefordert und mit der Anhebung des Mindestlohnes sowie dem Einsatz spezieller Taxameter zur digitalen Kassenführung begründet. Die von dem Verband beantragten Tarife hätten in der Praxis bei einer Strecke von 10 Kilometern eine Erhöhung von 15 Prozent bedeutet, bei Annahme einer Wartezeit von fünf Minuten sogar 17,3 Prozent. Die vom Ausschuss befürwortete Erhöhung beläuft sich auf rund 5 Prozent.

Einen pauschalen Zuschlag für Rollstuhlfahrer über 10 Euro, den der GVN gefordert hatte, lehnte der Verkehrsausschuss ab. Hans-Joachim Hoffmann vom Behindertenbeirat merkte an, dass besonders Rollstuhlfahrer auf Taxen angewiesen seien und regte stattdessen die Förderung von behindertengerechten Fahrzeugumbauten an.

Der Ausschuss votierte auch für die Erstellung eines unabhängigen Gutachtens zur Betriebsfähigkeit der örtlichen Taxiunternehmen, verbunden mit einer Tarifanalyse. Damit soll der zukünftige Anpassungsbedarf festgestellt werden. Vor diesem Hintergrund wurde die deutlich geringere als vom GVN vorgeschlagene Tariferhöhung befürwortet.

Von Dennis Klüting

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