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Tante Enso: Noch viel zu tun bis zum Einzug

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Von: Pascal Patrick Pfaff

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Eine Karte des Tante-Enso-Ladens wird in die Kamera gehalten.
Weil Bürger bis Mitte Oktober 300 Genossenschaftsanteile gezeichnet haben, wird demnächst eine Tante-Enso-Filiale in Ehra eröffnen. Bis dahin dauert es aber noch. © Reuter, Norman

Ehra – Es geht allmählich voran mit dem Tante-Enso-Markt in Ehra. Schritt für Schritt. Nachdem es seit Mitte Oktober feststeht, dass der Laden ins Dorf kommt, sind unterdessen Handwerker im Dorftreff Mosaik gewesen. Dort zieht bekanntlich der Mini-Supermarkt ein. Über den aktuellen Stand der Planungen hat nun Axel Jordan, 1. stellvertretender Bürgermeister von Ehra-Lessien, mit dem IK gesprochen.

Noch im September hatte Ehras Bürgermeister Jörg Böse auf einem Info-Abend die Hoffnung geäußert, dass es im vierten Quartal so weit sein könnte – meinte aber auch, sich nicht darauf festnageln lassen zu können. Nun also Anfang 2023? Jordan hält das für möglich. „Es könnte Anfang des Jahres sein, aber es gibt keinen Stichtag. Das ist ja auch abhängig von den Handwerkern.“

Handwerker müssen noch kommen

Anfang Dezember seien Elektriker da gewesen, die sich mit Vertretern des Unternehmens myEnso im Mosaik getroffen haben. Laut Jordan ging es dabei um die Frage, wo die Steckdosen installiert und Kabel verlegt werden sollen. Bis zum Jahresende einzuziehen ist derweil nicht mehr möglich: „Das wird wohl erst zu Beginn des nächsten Jahres passieren. Im Allgemeinen geht es ja nicht nur ums Regale-Einräumen, sondern um Dinge, die nicht in wenigen Tagen zu erledigen sind.“ In der Folge stünden Malerarbeiten an. Auch müsste der Filzboden ausgetauscht sowie die Beleuchtung, Klimatisierung und eine neue Tür gemacht werden.

Während die Handwerker demnächst erst im Gange sind, haben die Bürger schon seit einiger Zeit die Möglichkeit, aktiv zu werden. So können sie in einem Online-Fragebogen ihre Wünsche äußern zu den möglichen Produkten oder der Personalbesetzung im Laden (myenso.de/content/tanteenso/standorte/ehra-lessien/co-creation). „Dass hierdurch die komplette Gestaltung in die Hände der Bürger gelegt wird, ist aber nicht so. Die Idee bleibt bei Enso“, sieht Jordan in der Beteiligungsmöglichkeit eine Ergänzung zum Vorhaben des Unternehmens.

Es gehe vor allem darum, ein geschlossenes Nahversorgungskonzept zu haben, das keine Lücken aufweist. Die Bürger müssten den Laden annehmen und dort die Dinge des täglichen Lebens bekommen. „Es gilt zu schauen, ob im Supermarkt alles angeboten wird, was die Leute nachfragen.“ Deshalb sei es auch Teil der Überlegungen, einen Bäcker mit ins Boot zu holen. „Und die Landwirte aus der Region, die an einer Direktvermarktung interessiert sind: Sie könnten den Markt vielleicht mit ihren Produkten versorgen.“

Mosaik jetzt im Nachbarhaus

Was das Personal in der Ehraner Filiale anbelangt, so hatte ein Enso-Vertreter bei der Info-Veranstaltung im September angekündigt, es könne aus einer Leitungskraft plus Stellvertreter sowie zwei Aushilfen bestehen. An diesen Plänen hat sich auch nichts geändert, wie Jordan sagt. Eine finale Besetzung gebe es aber noch nicht. „Es ist zu früh, darüber nachzudenken – wo doch bisher noch kaum die Einrichtungs-Arbeiten stattgefunden haben.“

In den letzten Zügen sind diese laut Jordan aber im Nachbargebäude des Mosaik. Dorthin ist der Dorftreff nämlich nun umgezogen (siehe Info-Kasten). In der einstigen Mietwohnung seien nur noch wenige Maler- und Restarbeiten zu machen, so Jordan über die aktuelle Situation.

Der Dorftreff zieht um

Der Förderverein „Ehra-Lessien, ein Dorf – ein Team“ ist ab dem 2. Januar in neuen Räumlichkeiten zu finden: in der Gifhorner Straße 4b.

Der Dorftreff zieht in das Erdgeschoss. Die neuen Räume sind, wie gehabt, für alle Veranstaltungen hergerichtet. Der Klöntreff kann, wie immer, jeden Dienstag, von 15 bis 18 Uhr stattfinden, ebenso das Café Kinderwagen für Eltern und Kleinkinder jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat von 9.30 bis 11.30 Uhr. Auch der Kochtreff findet jeden ersten Donnerstag im Monat um 18 Uhr statt. Dazu werden natürlich viele andere Veranstaltungen (je nach Saison und Anlass) erwartet.

In dem neuen Gebäude befindet sich neben einem großen Raum für jedwede Ereignisse wie Feiern, gemeinsames Zusammensitzen und Klönen, Versammlungen und Workshops auch das neue Büro für die sogenannte Koordinierungsstelle, die seit dem 1. April dieses Jahres existiert (das IK berichtete). Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt ist offizieller Förderer dieser Stelle. Carola Kaiser-Hornstein steht allen Bürgern und Vereinen aus Ehra und Lessien für Fragen, Wünsche und Anregungen zur Verfügung.

Die Bürgersprechstunde findet immer montags von 10 bis 12 Uhr und dienstags von 15 bis 17 Uhr statt. Kaiser-Hornstein ist unter der Rufnummer (01517) 2879404 erreichbar.

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