Bedürftige erhalten ab sofort immer donnerstags Lebensmittel / Mitstreiter gesucht

Tafel eröffnet in Brome

Kurz vor der Eröffnung gab Laura Osterloh (3.v.l.) eine Einweisung in die Lagerung der Lebensmittel.
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Kurz vor der Eröffnung gab Laura Osterloh (3.v.l.) eine Einweisung in die Lagerung der Lebensmittel.

Brome. Erst gab es eine kleine Einweisung in der Lebensmittellagerung, dann konnten sich die Helfer in den Arbeitsplan eintragen. Und dann öffnete die Tafel gestern im Gemeindehaus der Bromer Liebfrauenkirche zum ersten Mal ihre Türen.

Alle zwölf Helfer waren vor Ort, um Laura Osterloh, die in Wittingen die Tafel leitet, zu unterstützen. Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann wünschte ebenfalls alles Gute.

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Jeden Donnerstag können Bedürftige von 15 bis 16 Uhr bei der Bromer Tafel Lebensmittel erwerben. „15 Haushalte haben sich bisher angemeldet, aber ich rechne mit viel mehr – mit 30 bis 40“, schätzt Osterloh. In Wittingen versorgt die Tafel momentan weit mehr als 1300 Personen. 25 Prozent der Kunden stammen aus Brome. Dort beschränkt sich der Einzugsbereich zunächst auf den Flecken. „Ich muss mir die Grenzen auf der Karte noch mal genau ansehen“, sagt Osterloh.

Als Vertrauensperson vor Ort fungiert Irmgard Wolterstorf. Sie hat in Wittingen viel Verantwortung und die Führung der Kasse übernommen. „In zwei Wochen muss das funktionieren, dann komme nicht mehr jeden Donnerstag nach Brome“, so die engagierte Wittingerin.

Gestern erhielten die ersten Kunden ihre Ausweise. Und dann durften sie sich an Gemüse, Obst, Schokolade, Cocktailsoße, Brot und Mehl bedienen. Die Lebensmittel haben Osterloh und ihre Helfer gestern aus Wittingen angeliefert. „Die Supermärkte können sich melden, wir holen die Sachen ab“, bietet die Tafelchefin an. Die Tafel ersetze keinesfalls den den Haushaltseinkauf, sondern ergänze diesen. Vorab eine Einkaufsliste zu erstellen sei ratsam. Jetzt, wo die Gartenzeit wieder anfängt, appelliert Osterloh an Hobbygärtner, zuviel angebautes Obst und Gemüse nicht wegzuwerfen, sondern der Tafel zu geben. Es sei erschreckend, „wieviel die Leute so wegwerfen“.

Helfer können sich jederzeit bei Osterloh unter (0177) 7025749 melden. Auch wer von der Tafel versorgt werden möchte, kann seinen Anspruch anmelden. Um als Berechtigter anerkannt zu werden, müssen ein gültiger Ausweis und eine Bescheinigung, die die Bedürftigkeit attestier, vorgelegt werden: Arbeitslosenbescheid, Rentenbescheid, Sozialbescheid oder beispielsweise Wohngeldbescheid.

Von Carola Hussak

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