Randale in Brome: Polizei rät Bürgern, bei verdächtigen Geräuschen zum Telefonhörer zu greifen

Streifefahren ist kein Allheilmittel

Vandalismus scheint im Flecken Brome zuzunehmen. Jüngst wurden auf dem Spielplatz an der Agnes-Miegel-Straße Mülleimer abgerissen – die mittlerweile schon wieder erneuert wurden. Die Kosten dafür trägt die Gemeinde. Foto: Hussak
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Vandalismus scheint im Flecken Brome zuzunehmen. Jüngst wurden auf dem Spielplatz an der Agnes-Miegel-Straße Mülleimer abgerissen – die mittlerweile schon wieder erneuert wurden. Die Kosten dafür trägt die Gemeinde.
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Brome. Der jüngste Fall von Vandalismus in Brome ist bereits der dritte in relativ kurzer Zeit. Doch dieses Mal blieb es nicht „nur“ bei abgetretenen Mülleimern.

Die Randalierer haben mit einem Gullideckel die Scheibe eines Lkw eingeschlagen und die Einkaufswagen eines Lebensmittelgeschäftes auf dem Parkplatz verteilt (das IK berichtete).

Auf den Kosten – im jüngsten Fall zumindest auf denen der zerstörten Mülleimer – bleibt der Flecken Brome sitzen. „Randaliert wird meistens dann, wenn irgendwo eine Veranstaltung oder auch Fußballspiele waren. Ich denke, das sind Jugendliche, die auch noch stolz darauf sind. Dass Papierkörbe abgerissen werden, erleben wir häufiger“, erklärt Flecken-Bürgermeister Gerhard Borchert im Gespräch mit dem IK. Er geht nicht davon aus, dass auf Grund des letzten Vandalismus in Brome wieder der 24-Stunden-Polizeidienst eingeführt wird. Borchert: „Es gibt eben Statistiken, die in diesem Fall besagen, dass Brome kein gefährdetes Gebiet ist und daran wird sich gehalten.“

Das kann Polizeipressesprecher Christoph Nowak nur bestätigen: „Die Verbundsauflösung bleibt bestehen. Daran wird sich erstmal nichts ändern.“ Generell versuche die Polizei, der Lage angepasst zu reagieren. „Dass ein schwerer Verkehrsunfall höhere Priorität hat als Randale, die zeitgleich passiert, ist klar. Wir versuchen aber alles abzuarbeiten. Und: „Wenn wir nicht informiert werden, können wir auch nicht handeln.“ Daher rät der Pressesprecher den Bürgern, sollten sie verdächtige Geräusche hören, durchaus zum Telefonhörer zu greifen und die Polizei anzurufen. „Dafür sind wir ja da“, betont Nowak. Und Streifefahren würde zwar viel bringen, sei aber kein Allheilmittel.

Gegen den Appell, dass die Bürger einmal mehr zum Telefonhörer greifen sollen, hat Borchert nichts einzuwenden. Aber: „Mir stellt sich die Frage nach der Effektivität. Denn die Anfahrt dauert ja nun doch etwas länger.“ Seit es in Brome keinen 24-Stunden-Dienst mehr gibt, sind nachts und an den Wochenenden Wittingen, Weyhausen und Gifhorn zuständig.

Wer Hinweise zum jüngsten Vandalismus in Brome geben kann, sollte sich telefonisch unter Tel. (05833) 955590 melden.

Von Carola Hussak

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