Bauten in der Samtgemeinde sind marode oder fehlen ganz / Eventuell Neubau in Brome

Sporthallen in der Samtgemeinde Brome bereiten Sorgen

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Die Kinder der Grundschule Parsau werden erstmal weiterhin mit dem Bus zum Sportunterricht fahren müssen. Die Grundschule in Brome kann dagegen auf einen Ersatz für die alte Halle hoffen – falls Fördermittel fließen. 

Brome / Ehra-Lessien / Parsau. Vielerorts fehlen in der Samtgemeinde Brome geeignete Hallen für den Sportunterricht: Manche Schüler fahren weite Strecken, andere Hallen entsprechen nicht mehr den Standards.

Der hohe Investitionsbedarf in der Samtgemeinde macht eine baldige, flächendeckende Lösung unwahrscheinlich. Aber es gibt Behelfslösungen.

Die Kinder der Samtgemeinden haben ein Sportproblem. Nicht, dass sie Sportmuffel wären, aber mancherorts fehlen die entsprechenden Räumlichkeiten. So müssen etwa die Schüler in Parsau mit Bussen zum Sportunterricht gefahren werden. Seit Langem wünscht sich die Gemeinde eine Sporthalle. Mit dem Umbau des alten Feuerwehrhauses zu einem Gymnastikraum (das IK berichtete) soll hier zumindest für die ganz kleinen Abhilfe geschaffen werden. „Für die Grundschüler reicht es wohl nicht, aber das Kinderturnen und die Kita könnten den Raum nutzen“, hofft Parsaus Bürgermeisterin Kerstin Keil. Ein Planer soll feststellen, inwiefern sich die Bausubstanz für die Pläne der Gemeinde eignet.

Kürzlich kamen auch Vertreter des TuS sowie der Gemeinde Ehra-Lessien zusammen und sprachen über den Sanierungsbedarf der Sporthalle. „Es gibt auch Probleme mit dem B-Platz und der Flutlichtanlage“, so Bürgermeister Jörg Böse. Noch lägen die Untersuchungsergebnisse nicht vor, aber man habe sich schon über Fördermittel informiert.

Auch die Sporthalle der Grundschule Brome ist ein Sorgenkind: Hallenboden und Wände seien teilweise rissig, die in die Jahre gekommene Heizungsanlage bereite Probleme und falle gelegentlich ganz aus, wie jüngst im Haushaltsausschuss der Samtgemeinde zu hören war. Dort 50 000 Euro für die Vorplanung eines Neubaus empfohlen. Dafür könnten über ein Bundesprogramm 45 Prozent der Kosten gefördert werden – wenn man sich beeilt: bis zum 19. Dezember müssten die ersten Unterlagen eingereicht sein. Gebaut werde nur, wenn auch tatsächlich Fördermittel fließen.

Andere Sportstätten harren noch der Sanierung. In der Samtgemeinde herrscht ein hoher Investitionsbedarf (das IK berichtete), sodass nur vereinzelt Abhilfe geschaffen werden könne. Doch ein Sparen an falscher Stelle erhöhe nur die lediglich aufgeschobenen Kosten. Im Haushaltsausschuss war man sich einig, dass man bei dieser Gratwanderung zwischen Skylla und Charybdis überlegt abwägen müsse.

Von Dennis Tesch

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