Ortsverband steht ohne Vorstand da

Hat Bromes SoVD noch eine Zukunft?

Die Geehrten des Bromer SoVDs in Brome.
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Die letzte Versammlung des Bromer SoVD war Anfang 2020: Die Ortsgruppenvorsitzende Margret Kramer (r.) erklärte ihren Rücktritt, doch es fand sich bis heute kein Nachfolger.
  • Hilke Bentes
    vonHilke Bentes
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Wie sieht die Zukunft des SoVD-Ortsverbandes in Brome aus? Im Moment nicht gut, wie Margret Kramer im IK-Gespräch berichtet.

Brome – 20 Jahre war die Bromerin 1. Ortsvorsitzende, Anfang 2020 hat sie ihr Amt niedergelegt.

Und seitdem ist für den Ortsverband noch keine Entscheidung gefallen. Im Moment steht er ohne Führung da, und Kandidaten für das Amt gibt es noch immer nicht. Das bedauert Kramer sehr. „Ich weiß im Moment nicht, wie es weitergehen soll“, sagt sie. Die Corona-Krise hat die Suche nach Lösungen weiter erschwert.

Ein Rückblick: In der Bergfelder Gaststätte hatten sich Anfang des vergangenen Jahres viele Mitglieder eingefunden, als Kramer schon bei der Begrüßung ihren Rücktritt verkündete. Die Ankündigung habe sie aber bereits viel früher kommuniziert. „An dem Abend waren lauter betretene Gesichter zu sehen, aber es hat sich keine Hand gehoben, als die Frage nach Nachfolgern aufkam.“

Die anschließende Wahl blieb angesichts fehlender Kandidaten ergebnislos, der Kreisvorsitzende Heinz-Ulrich Kabrodt hatte den Mitgliedern den weiteren Zeitplan erläutert: Innerhalb eines Vierteljahres sollte sich der Ortsverband zur erneuten Mitgliederversammlung treffen. Dann natürlich mit einer Liste neuer Kandidaten, um die Auflösung zu verhindern.

Aber dann kam Corona. „Und bis heute hatten wir keine Gelegenheit, uns zu versammeln“, berichtet Kramer. Der Ortsverband Brome steht also seit einem Jahr ohne Führung da, und selbst eine mögliche Auflösung kann ohne Versammlung nicht vorgenommen werden. Kandidaten sind auch weiterhin Fehlanzeige. „Niemand will sich ehrenamtlich für den Ortsverband einsetzen“, sagt Kramer. Für sie sei die Zeit als Ortsvorsitzende vorbei.

So geht es also für den Bromer SoVD im Moment weder vor noch zurück. Für Kramer steht fest: Wäre Corona nicht dazwischen gekommen, hätte der Ortsverband vielleicht noch nach Lösungen suchen können. Aber ohne persönliche Kontakte, ohne Treffen – da gehe die so prekäre Situation an dem einen oder anderen vielleicht vorbei.

„Ich habe viele Jahre eine Menge Energie und Herzblut in den Verband gesteckt“, sagt Kramer. Lustige Nachmittage, Bingo-Abende und ganz viele Fahrten. „Und da hat es nie an Resonanz gefehlt.“ Diese Erkenntnis macht die Situation für sie so unverständlich – das Interesse am Verband sei schließlich offenkundig da. „Wir haben im März 2020 noch ein Stint-Essen in großer Runde vorgenommen.“ Die Modenschau in Braunschweig und das Frühstück in Parsau hatten dann durch die Krise nicht mehr geklappt.

Volle Busse, reges Interesse: Aber niemand, der darüber hinaus an der Verbands-Gestaltung mitwirken will. „Das ist schon sehr traurig, weil ich weiß, was die Gemeinschaft den Menschen auch weiterhin bedeutet.“

Ist eine Umstrukturierung die Lösung?

Das ehemalige Vorstands-Team hatte sich Ende des Jahres mit der Geschäftsführung in Gifhorn zusammengesetzt und nach anderen Lösungen gesucht. Herausgekommen ist ein Schreiben, das mittlerweile alle der rund 270 Mitglieder erreicht haben sollte. „Es besteht die Möglichkeit, den Ortsverband in eine Ortsabteilung umzuwandeln und an einen anderen Ortsverband in der Region anzuschließen“, so Kramer. Dabei fallen dann administrative und organisatorische Tätigkeiten weg. Trotzdem bliebe eine Handlungsfähigkeit bei der Ortsabteilung. Reisen, Fahrten und Veranstaltungen könnten weiterhin in Brome vorgenommen werden. Nur: Ein „Kümmerer“ muss sich dafür trotzdem finden, der als Organisator und Vermittler fungiert. „Mit einer solchen Entscheidung würden natürlich der Zeitbedarf und die Verantwortung sinken“, sagt Kramer.

Die Bromerin hofft, dass mit dieser oder einer ähnlichen Möglichkeit doch eine Zukunft für den SoVD-Ortsverband Brome geschaffen werden kann. Für dieses Jahr hat sie das Spargelessen bei Nienburg noch einmal angemeldet. Kramer will, dass es nicht die letzte Veranstaltung für den SoVD-Ortsverband wird.

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