Einwohner beschweren sich über Feuerwerks-Verwüstung

Silvester-Müll sorgt in Rühen für Ärger

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Der Rühener Busbahnhof war nach der Silvesternacht übersät von Müll.

Rühen – Die Silvesternacht sorgte in Rühen nicht bei allen Bürgern für ein frohes, neues Jahr. Stattdessen herrschte bei einigen Anwohnern Wut und Ärger über die Hinterlassenschaften in Form von Feuerwerkskörpern und Böllern.

Der Busbahnhof an der Hauptschule war am Neujahrsmorgen übersät von Resten eines großen Silvesterfeuerwerks.

Abgebrannte Raketen, Plastik, zerbrochene Flaschen und zerfetzte China-Böller lagen über den ganzen Bahnhof verteilt. Burkhard Wilhein, Mitglied des Rühener Mittwoch-Klubs, schildert gegenüber dem IK die große Verwüstung. „Normalerweise müssen die Grundbesitzer in unserer Gemeinde ihre Grundstücke bis zur Mitte der Straße selber reinigen.“ Aber am öffentlichen Busbahnhof hätten einige Bürger diese Verantwortung umgehen können. „Am 2. Januar haben deshalb zehn Mitglieder des Mittwoch-Klubs die Sauerei beseitigt“, erklärt Wilhein.

Mitglieder des Mittwoch-Klubs räumten das Chaos auf.

Der Klub hat mit der Samtgemeinde eine Vereinbarung für die Mithilfe, die aber vor allem den Wochenenden gilt. „Auch an den Feiertagen unterstützen und helfen wir, gegen eine Aufwandsentschädigung den Platz sauber zu halten. Aber diese Silvesternacht geht ja über eine herkömmliche Sauberhaltung und Pflege des Busbahnhofs hinaus“, findet der Rühener.

Stunden und unzählige Mülltüten hätte es gedauert, bis der öffentliche Platz von dem Müll befreit wurde. „Zu großen Teilen macht der Klub das immer auch ehrenamtlich. Diese Anforderungen an diesem Morgen gehen natürlich weit über das normale Maß hinaus.“ Wilhein möchte für die Mitglieder des Klubs das Wort ergreifen.

Wilhein verweist auf die vergangene, gute Zusammenarbeit. „In den letzten Jahren hat das Miteinander auch immer gut geklappt.“ Doch die Verwüstung in der Silvesternacht sei einfach respektlos. „Es gehört sich nicht, einen Platz so zu hinterlassen“, so das Klubmitglied.

Er appelliert an Rühens Einwohner, die diesen Platz auch über Silvester hinaus nutzen. „Wenn jeder ein gewisses Verantwortungsgefühl hätte, dann müssten nicht einige wenige ihre Zeit für so ein Chaos opfern.“

Die Mitglieder des Mittwoch-Klubs überlegen derweil, inwieweit es für sie weiter gehen könnte. „Ein größeres Miteinander würden wir uns wünschen.“

Wilhein spielt auch auf das geringe Verständnis von anderen Einwohnern an. „Es wäre schön, wenn man unseren Ärger zumindest ernst nehmen könnte. Denn ich finde, wir haben allen Grund dazu!“

VON HILKE BENTES

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