Gemeinde lässt Straßenlaternen in Parsau und Kaiserwinkel die ganze Nacht an

„Sicherheit geht vor“ in Parsau

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Um Einbrecher abzuschrecken, lässt die Gemeinde die Straßenlaternen in Kaiserwinkel und Parsau die ganze Nacht an.

Parsau. „Die Sicherheit geht einfach vor“, sagt Parsaus Bürgermeisterin Kerstin Keil. Im Gemeinderat war man sich Mittwochabend darüber einig, in Parsau und Kaiserwinkel die Straßenlaternen durchbrennen zu lassen.

Bürgermeisterin Kerstin Keil

„In Kaiserwinkel war uns das besonders wichtig. Dort wurde in den letzten Monaten schon acht Mal eingebrochen – zuletzt in den Gutshof“, sagt die Bürgermeisterin. Zusätzlich werden Flugblätter an die Haushalte verteilt, in denen die Bürger gebeten werden, aufmerksam zu sein und Nachbarhäuser im Blick zu haben. In Parsau habe man überlegt, die Straßenlaternen brennen zu lassen, bis der letzte Bus gefahren ist. „Aber dann haben wir uns entschieden, die Laternen auch in Parsau die ganze Nacht anzulassen – zumindest in den Wintermonaten. Auch im Bewusstsein, dass für die Gemeinde die Kosten steigen“, sagt Keil im IK-Gespräch.

Derweil ist die Gemeinde dabei, die Straßenlaternen auf LED-Leuchten umzurüsten. Das geht, so Keil, nur nach und nach. Einzig in der Ortsdurchfahrt Croya sind alle Leuchtmittel durch LED ersetzt worden.

Dass es in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen Einbruch in den Gutshof in Kaiserwinkel gab, bestätigt Gifhorns Polizeisprecher Thomas Reuter. Auch er rät, besonders in der dunklen Jahreszeit aufmerksam zu sein. „Wer den leisesten Verdacht hat, beim Nachbarn könnte eingebrochen werden, sollte umgehend die Polizei rufen, auch wenn sich der Verdacht im Nachhinein als unbegründet herausstellt. Weiter appelliert der Pressesprecher an die Bürger, selbst für Sicherheit zu sorgen – mit sicheren Türen und Fenstern. Auch Bewegungsmelder würden insbesondere Gelegenheitstäter abschrecken. Des Weiteren bietet die Polizei durch Hermann Salge Präventionsberatungen an – auch vor Ort.

Dass die Zahl der Wohnungseinbrüche zugenommen hat, kann Reuter nur mit Blick auf das Land Niedersachsen bestätigen. Für den Landkreis Gifhorn kann er das nicht bestätigen.

Von Carola Hussak

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