Ausschüsse beschließen Neubau für 3,8 Millionen Euro

Sechs-Gruppen-Kita für Rühen

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Grundriss der geplanten Kita in Rühen. 

Rühen – In Rühen soll auf der Fläche neben der Grundschule bis zum August 2020 eine neue Kindertagesstätte für sechs Gruppen entstehen. Die Kosten von rund 3,8 Millionen Euro sind nach Auffassung vom Bau- sowie dem Jugendausschuss der Samtgemeinde Brome gut investiert.

Vier statt sechs Gruppen

Die beiden Ausschüsse kamen am Mittwochabend in der Mensa der Rühener Johannes-Gutenberg-Schule zusammen und wurden von den zuständigen Planern umfassend informiert. Zuvor erklärte Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann, dass aktuelle Zahlen einen stark erhöhten Bedarf an Kitaplätzen zeigten. „Besonders in Rühen und Brechtorf“, sagte sie. Darum werde man auch genug Platz für sechs, statt wie ursprünglich angedacht vier Gruppen, einplanen. Dabei seien flexible Nutzungsmöglichkeiten, eine pädagogische Konzeption und Erfahrungswerte wichtig.

Großzügige Räume, kurze Wege

Letzteres hat „Die Planschmiede 2KS“, die mit der Planung beauftragt ist.

Jana Hartmann (Foto) von der Planschmiede stellte den Grundriss der geplanten Kita in Rühen vor. 

Jana Hartmann stellte die neue Kita vor. „Das Gebäude soll in erster Linie für die Kinder sein“, sagte sie. So will man alle Räume großzügig und einladend gestalten. Bodentiefe Fenster sollen Licht und Ausblick ermöglichen und auch der Flur soll zum Spielen animieren. In den beiden Flügeln des bumerangförmigen Gebäudes sollen je drei Kita- und Krippengruppen unterkommen. Verbunden werden sie durch einen Bewegungsraum und dem Küchenbereich. „Die Flächen sind pädagogisch schön angelegt“, sagte Hartmann. „Und es sind möglichst kurze Wege.“ Zudem könnten die Kleingruppenräume für ältere Kinder bei Bedarf auch zu Schlafräumen für Krippengruppen werden.

Energetisch modern

Ingenieur Harry Ungeheuer von der „A+I Planungsgruppe“ führte aus, welche Vorteile eine Wärmepumpe in Verbindung mit einer Gastherme für kalte Wintertage und einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) habe. „Die Investitionskosten sind höher, aber das rechnet sich.“ Geheizt wird außer in den Schlafräumen über eine Fußbodenheizung, den geringen Warmwasserbedarf bedienen Elektroboiler und Durchlauferhitzer. Eine 190 Quadratmeter große PV-Anlage soll das Gebäude mit Strom versorgen.

Eine schwierige, aber nötige Aufgabe

Die Ausschüsse stimmten beide bei wenigen Enthaltungen für den Bau der Kita. Fred Marhenke (SPD) betonte die Unumgänglichkeit des Neubaus und den Vorteil gegenüber letztendlich teureren Containerlösungen. Auch wurde mehrheitlich beschlossen die Fassade zu klinkern sowie eine PV-Anlage zu installieren. Gespaltener war man bei der Frage nach der Finanzierung: Fördermittel gibt es nur für eine Krippengruppe, der Rest muss aus dem Haushalt der Samtgemeinde kommen. Manche sahen hier eine schwierige Aufgabe. Dirk Fricke (CDU) stellte fest: „Das wird Konsequenzen haben.“ Der Jugendausschuss beschloss bei fünf Ja-Stimmen und drei Enthaltungen die nötigen Mittel bereitzustellen. Der Bauausschuss beschloss dies ebenfalls – mit vier Enthaltungen und vier Ja-Stimmen.

VON DENNIS TESCH

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