Gebürtiger Ehra-Lessiener benötigt rettende Stammzellenspende

„Sebastian kämpft ums (Über-)Leben“

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Der gebürtige Ehra-Lessiener Sebastian Terbrüggen ist an Leukämie erkrankt. Terbrüggen, Schützenmitglied und Feuerwehrmann, kämpft nun um sein Leben. Seine Freunde und Familie rufen zur Registrierungsaktion auf, um den passenden Spender zu finden und ihn zu retten.

Ehra/Hamburg – Ein Leben kann sich von jetzt auf gleich verändern. Anfang Januar war Sebastian Terbrüggen ein gesunder Mann mit Zielen und Wünschen. Binnen weniger Tage hat sich sein Leben auf den Kopf gestellt.

Die Diagnose Leukämie hat für den gebürtigen Ehra-Lessiener alles verändert.

In einem Hamburger Krankenhaus kämpft der 35-Jährige nun gegen den Blutkrebs. Seine Familie und Freunde haben einen Registrierungsaufruf gestartet, um Sebastian und andere Leukämie-Kranke zu retten.

Terbrüggen ist in der Freiwilligen Feuerwehr und im Schützenverein Ehra-Lessien. Jahrelang hat er dort die Jugendarbeit unterstützt. Bis vor wenigen Monaten hat er noch in Ehra gelebt, bis er kürzlich mit seiner Freundin in den Landkreis Uelzen gezogen ist. Der Testfahrer war gesund, bis er Anfang Januar heftige Beschwerden verspürte. „Er war keine Woche bei seinem Hausarzt in Behandlung“, erklärt Tobias Terbrüggen. „Doch bevor die Blutergebnisse überhaupt da waren, musste er schon ins Krankenhaus eingeliefert werden.“ Es ist ein aggressiver Verlauf der Leukämie, die Krankheit schreitet schnell voran.

Am 24. Januar kam die Diagnose. „Das war an meinem Geburtstag“, erinnert sich Sebastians Bruder. Seitdem ist nichts mehr, wie es war. Sebastian Terbrüggen muss sich der Krankheit stellen, in einer Hamburger Klinik kämpft er um das (Über-)Leben.

Für die Familie ist die Diagnose ein Schock. Von einem Tag auf den anderen hat sich das Leben komplett verändert, die große Angst und Sorge sind ein ständiger Begleiter im Alltag. Weder seine Freundin noch seine engste Familie können ihm in dieser Zeit persönlich zur Seite stehen. Durch die Corona-Regeln ist ein Besuch absolut unmöglich. „Wir versuchen zu skypen“, erklärt sein Bruder. Sebastian Terbrüggen muss sich seiner Krankheit in der Klinik alleine stellen, aufgrund seines schwachen Immunsystems ist er von äußeren Reizen abgeschottet. Eine Situation, die vor wenigen Monaten noch undenkbar schien.

Für Bruder Tobias und seine Cousine Saskia Rusch stand fest, dass eine große Registrierungsaktion ins Leben gerufen werden muss. „Wir wollten und mussten irgendetwas tun“, so die beiden. Sebastian Terbrüggen hatte der Aktion zugestimmt. „Er meinte, auch wenn es ihm nicht mehr helfen kann, so zumindest anderen Patienten, die wie er auf eine lebenswichtige Stammzellenspende warten.“

Das Corona-Virus machte die unerträgliche Situation noch komplizierter. Die geplante Registrierungsaktion, die organisiert werden sollte, konnte aufgrund der momentanen Beschränkungen nicht mehr stattfinden. Aber eine Stammzellenspende ist Sebastian Terbrüggens einzige Chance, um den Blutkrebs zu besiegen. Doch dann kam die Idee, die Aktion online weiter aufzuziehen. Dank der DKMS erstellten die Beteiligten Flugblätter, gestalteten eine Internetseite, auf der sich Interessierte registrieren können. „Es haben sich in unserem Umfeld schon viele beteiligt“, erklärt Sebastians Cousine. „Aber wir müssen weiter am Ball bleiben, um ihn zu retten.“

Saskia Rusch weist auf die absolute Dringlichkeit hin. Für Sebastian Terbrüggen wurde eine Internetseite eingerichtet, auf der sich potenzielle Spender registrieren können. Er kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit den gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. Aus diesem Grund bitten die Initiatoren, sich über den Link als Stammzellenspender zu registrieren: www.dkms.de/sebastian.

VON HILKE BENTES

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