Ortsgruppe Brome feiert 100. Geburtstag der DLRG / Günter Blech als dienstältestes Mitglied ausgezeichnet

„Schwimmen darf keine Kannfrage sein“

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Vorsitzender Ralf Bettermann (2. von links) gratulierte Günter Blech (rechts) für seine 16-jährige Mitgliedschaft.

Brome. Am Abend des 28. Juli 1912 kollidierte im Ostseebad Binz der Ausflugsdampfer „Kronprinz Wilhelm“ mit dem Kopf der Seebrücke. Viele Passagiere gingen über Bord, 18 Menschen ertranken, denn kaum jemand konnte damals schwimmen.

Die Katastrophe wurde Anlass zur Gründung der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) am 19. Oktober 1913 in Leipzig, die es sich zur Aufgabe machte, möglichst viele Menschen im Schwimmen wie auch in der Rettung Ertrinkender auszubilden. Während 1913 noch 5000 Menschen in Deutschland ertranken, waren es 2011 nur noch 410. „Schwimmen zu können, darf keine Kann- oder Sollfrage sein, es muss eine Muss-Antwort sein“, betonte Ralf Bettermann, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Brome, in seinem Bericht auf der Jahreshauptversammlung.

Bettermann informierte über die Aktivitäten der Ortsgruppe rund um das Bromer Freibad, beim Schwimmunterricht für Kinder, bei der Aus- und Weiterbildung von Rettungsschwimmern und bei der Anerkennung als Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst. Diese Anerkennung bringe eine willkommene Hilfe, da anders die immer umfangreicheren Arbeiten kaum noch ehrenamtlich zu bewältigen seien, sagte er.

Für das Jubiläum zum 100-jährigen DLRG-Bestehen plant die Ortsgruppe ein Sommerfest, das gemeinsam mit der Samtgemeinde Brome und dem Förderverein gestaltet wird. In Eigenregie wird die Arbeit mit einem Tag der offenen Tür vorgestellt.

Stefan Messerschmidt verwies im Bericht „Technische Leitung/Ausbildung“ auf mehr als 1100 Ausbildungsstunden, 370 Schwimm- und 21 Rettungsschwimmprüfungen. Er wünscht sich aber, „noch viel mehr Menschen das Schwimmen und Retten beibringen zu können“. So wurden 109 Seepferdchen-Prüfungen abgelegt und 169 Jugendschwimmpässe in Bronze, 69 in Silber und 21 in Gold erworben. Das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen erwarben als Juniorretter neun Kameraden, acht in Bronze, drei in Silber und ein Rettungsschwimmabzeichen in Gold.

Bürgermeister Gerhard Borchert sagte, wenn man davon gesprochen habe, dass ein Dreigespann aus Samtgemeinde, Förderverein und DLRG für Erhalt und Ausbau des Freibades kämpfe, fehle der vierte Partner, der Flecken. Seiner vollen Unterstützung könne die DLRG-Ortsgruppe sicher sein.

Als dienstältestes Mitglied wurde Günter Blech mit dem Mitglieds-Ehrenzeichen in Gold für 16-jährige Mitarbeit geehrt. Kerstin Meya-Bettermann, Heiko Meyer, Melanie Meyer und Marc-Peter Kunkel feierten ihr 25-jähriges Dienstjubiläum ebenso wie Daniela Böhm, Anna Simon, Linda Simon, Denis Wetzlar und Tobias Wetzlar, die aber wegen anderer Termine abwesend waren.

Von Günter Zogbaum

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